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Flüchtlingskrise : Ungarn schließt grüne Grenze zu Kroatien

  • Aktualisiert am

Andrang an der Grenze zwischen Kroatien und Ungarn Bild: AP

Ungarn hat an der Grenze zu Kroatien einen Stacheldrahtzaun gebaut. Ab Mitternacht sollen keine Flüchtlinge mehr über die grüne Grenze vom einen in das andere EU-Land reisen können.

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          Ungarn schließt um Mitternacht seine grüne Grenze zu Kroatien. Das kündigte der ungarische Außenminister Peter Szijjarto am Freitag in Budapest an. Das Sicherheitskabinett habe entschieden, dass Ungarn ab Samstag „seine Schengen-Verpflichtungen an der ungarisch-kroatischen Grenze erfüllen“ solle, sagte Szijjarto. „Mit anderen Worten: Wir werden die grüne Grenze ab Mitternacht schließen.“

          Am Donnerstag hatte die ungarische Regierung bekannt gegeben, dass der Bau eines Stacheldrahtzauns an der Grenze zu dem EU-Nachbarland zur Abwehr von Flüchtlingen vom Balkan fertiggestellt sei und eine Entscheidung zur Grenzschließung in den kommenden Tagen angekündigt.

          Ungarn hatte bereits Mitte September seine Grenze zu Serbien geschlossen. Anschließend waren tausende Flüchtlinge in das Nachbarland Kroatien ausgewichen, um von dort über Slowenien oder Ungarn nach Österreich, Deutschland oder andere europäische Länder zu reisen. Kroatien ist seit Juli 2013 Mitglied der Europäischen Union, aber nicht des Schengenraums.

          Am Bau des 41 Kilometer langen Grenzzauns waren hunderte Soldaten beteiligt. Die Grenze zwischen Ungarn und Kroatien ist insgesamt 330 Kilometer lang. Sie verläuft aber nur auf 41 Kilometern über Land, auf dem restlichen Abschnitt wird sie vom Fluss Drau gebildet, der schwer zu überqueren ist.

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