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Flüchtlingskrise : Ungarische Kamerafrau tritt Flüchtlinge

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Dieser Screenshot eines Videos zeigt die Kamerafrau des ungarischen Senders N1TV, wie sie am 8. September 2015 im ungarischen Röszke einen Flüchtling zu Fall bringt. Bild: Stephan Richter/Mediengruppe RTL/dpa

Ein Flüchtling mit einem Kind auf dem Arm läuft an ihr vorbei, und sie stellt ihm ein Bein: Das Verhalten einer ungarischen Kamerafrau sorgt für Empörung. Der Sender hat sie mittlerweile entlassen.

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          Weil sie Flüchtlinge getreten hat, ist eine ungarische Kamerafrau entlassen worden. Von der Kamerafrau Petra L. waren Aufnahmen aufgetaucht, wie sie einem Flüchtling mit einem Kind auf dem Arm ein Bein stellt. Bei einem anderen Vorfall gibt sie einem Flüchtlingskind einen Tritt. Die Bilder wurden von dem Internet-Fernsehsender N1TV verbreitet, der der rechtsextremen ungarischen Partei Jobbik nahe steht.

          N1TV-Chefredakteur Szabolcs Kisberk schrieb am Dienstag auf der Facebook-Seite des Senders: „Eine N1TV-Kollegen hat sich heute an einem Sammelpunkt (für Flüchtlinge) in Röszke inakzeptabel verhalten.“ Der Arbeitsvertrag mit der Kamerafrau sei daher mit sofortiger Wirkung beendet worden. Der Sender betrachte die Angelegenheit damit als „abgeschlossen“.

          Die Aufnahmen waren entstanden, als am Dienstag hunderte wartende Flüchtlinge eine Polizeiabsperrung durchbrachen. Seit Jahresbeginn sind schon mehr als 165.000 Flüchtlinge nach Ungarn gekommen. Die meisten von ihnen wollen nach Deutschland oder Österreich weiter. Nach ihrer Ankunft in Ungarn müssen die Flüchtlinge aber zunächst stundenlang auf ihre Registrierung warten. Die Lage am Grenzübergang in Röszke an der Grenze zu Serbien ist seit Tagen angespannt.

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