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Flüchtlingskrise und Terror : Inzucht durch Abschottung?

Die Kritik an der von Schäuble mitverantworteten Flüchtlingspolitik entzündet sich nicht an der Offenheit Deutschlands, sondern am unkontrolliertem Zustrom.

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          Allein im vergangenen Monat haben immer noch mehr als 55.000 Menschen hierzulande einen Asylantrag gestellt. Deutschland ist wohl das letzte Land, das in Gefahr geriete, durch „Inzucht“ qua Abschottung zu „degenerieren“, selbst wenn Wolfgang Schäuble meint, zu solchen Worten greifen zu müssen.

          Die Kritik an der auch von ihm verantworteten Flüchtlingspolitik entzündet sich mitnichten an der Weltoffenheit Deutschlands, sondern an einem unkontrolliertem Zustrom von Migranten. Das ist auch ein Sicherheitsproblem, wie zuletzt die Festnahme mutmaßlicher IS-Terroristen gezeigt hat, die zum Teil als Flüchtlinge einreisten und sich wohl zu einem großen Anschlag in Düsseldorf verabredet hatten.

          Der von Bundesinnenminister de Maizière angestrebte bessere internationale Informationsaustausch ist deshalb geboten, übrigens auch um der Freiheit nicht nur der Fußballfans willen. Selbstverständlich muss die Bundesregierung hier auf Datenschutz und Kontrolle achten. Globalisierung bedeutet schließlich nicht offene Verantwortungslosigkeit.

          Reinhard Müller

          Verantwortlicher Redakteur für „Zeitgeschehen“ und F.A.Z. Einspruch, zuständig für „Staat und Recht“.

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