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Flüchtlingskrise : Österreich plant Zaun an der Grenze zu Slowenien

  • Aktualisiert am

Flüchtlinge an der slowenisch-österreichischen Grenze in der Nähe der Ortschaft Spielfeld. Bild: AP

Noch immer strömen Tausende Flüchtlinge von Slowenien nach Österreich – jetzt will Wien die Grenze zumindest in Teilabschnitten mit Zäunen absichern. Es gehe aber nicht darum, die Grenze „dicht zu machen“, sagt die Innenministerin.

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          Angesichts des Flüchtlingsandrangs will Österreich seine Grenze zu Slowenien offenbar teilweise auch durch einen Zaun sichern. Österreichs Innenministerin Johanna Mikl-Leitner sagte am Mittwoch dem Sender Ö1, es gehe nicht darum, die Grenze „dicht zu machen“. Vielmehr solle ein „geordneter, kontrollierter Zutritt“ geschaffen werden. Dies solle mit „festen, technischen, kilometerlangen Sperren“ links und rechts des Grenzübergangs Spielfeld erreicht werden.

          Über die sogenannte Balkanroute kommen derzeit weiter zehntausende Flüchtlinge nach Österreich und Deutschland. Zuletzt war es vor allem an der Grenze zwischen Kroatien und Slowenien zu chaotischen Szenen gekommen. Bayern wiederum wirft Österreich vor, die aus Slowenien kommenden Flüchtlinge einfach nach Deutschland weiterzuleiten.

          Mehr Personenschutz für Orban wegen Zäunen

          Im österreichischen Nachbarland Ungarn hat man mit dem Bau von Zäunen derweil schon schlechte Erfahrungen gemacht. Nach der Errichtung von Grenzzäunen zu Serbien und Kroatien hat die ungarische Anti-Terror-Einheit TEK den Personenschutz für Ministerpräsident Viktor Orban und dessen Angehörige verstärkt. Die ungarische Regierung habe sich „den Zorn des Islamischen Staats (IS) und anderer Terrororganisationen zugezogen“, berichtete die regierungsnahe Zeitung „Magyar Idök“. „Diese Kräfte betrachten den ungarischen Ministerpräsidenten und sein Umfeld seitdem als Feinde“, zitierte das Blatt den früheren Vizechef der ungarischen Militärabwehr, Jozsef Horvath.

          Flüchtlingskrise : Warten an der deutsch-österreichischen Grenze

          Das ungarische Militär hatte auf Weisung Orbans die Zäune an der Grenze zu Serbien und - einen Monat später - zu Kroatien errichtet, um Flüchtlinge und Migranten abzuwehren. Seitdem kommen kaum mehr Flüchtlinge auf der Balkanroute durch Ungarn. Dies führt auch zu einem beträchtlichen Verdienstausfall für die in Ungarn aktiven Schlepperbanden.



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