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Flüchtlingskrise : Nahles erwartet starken Anstieg von Hartz-IV-Kosten

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Aufgrund der starken Zuwanderung von Flüchtlingen dürften die Ausgaben für Hartz IV stark zunehmen, sagt Arbeitsministerin Nahles. Gleichzeitig verspricht sie mehr Jobs für Einheimische – dank der vielen Zuwanderer.

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          Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles (SPD) rechnet wegen der starken Zuwanderung von Flüchtlingen mit deutlich höheren Kosten für Hartz IV. Schätzungen zufolge würden im kommenden Jahr bis zu 460.000 Flüchtlinge zusätzlich Hartz-IV-Leistungen beantragen. „Wir gehen davon aus, dass sich die Kosten auf 1,8 bis 3,3 Milliarden Euro belaufen werden,  für Lebensunterhaltsleistungen und die Arbeitsmarktförderung“, sagte die SPD-Politikerin der „Passauer Neuen Presse“.

          Sie warnte, dass viel Zeit vergehen werde, bis die Flüchtlinge die deutsche Sprache so beherrschen, dass sie auf dem Arbeitsmarkt Fuß fassen können. „Wir kriegen das hin, aber nicht über Nacht“, sagte Nahles.„Wir wollen, dass Flüchtlinge schnell vom Leistungsbezieher zum Leistungsträger werden, vom Asylbewerber zum guten Kollegen“, sagte die Ministerin.

          Um die Flüchtlinge bei der Suche nach Arbeit betreuen zu können, werde mehr Personal gebraucht. „Wir werden in den Jobcentern noch sehr viel mehr Personal brauchen, um Flüchtlinge gut zu betreuen und sie auf den Arbeitsmarkt vorzubereiten“, sagte die Arbeitsministerin. „2800 Stellen sind dafür notwendig. Dafür werde ich in den Haushaltsverhandlungen kämpfen.“

          Auch in anderen Bereichen rund um die Hilfe für Flüchtlinge erwartet sie tausende neue Jobs. „Bei den Einheimischen werden wir daher weiter einen Rückgang der Erwerbslosigkeit erleben.“ Etwa bei der Betreuung von Flüchtlingen aber auch bei den Sicherheitsdiensten, im Catering oder im Wohnungsbau würden derzeit neue Jobs entstehen.

          Dennoch sei zu erwarten, dass die Arbeitslosenzahlen 2016 steigen, da dann die Flüchtlinge Bleiberecht erhalten und sich arbeitssuchend melden.

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