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Flüchtlingskrise : Mehr als 91.000 Asylsuchende im Januar

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Angekommen: ein Flüchtlingskind im vergangenen September auf dem Münchener Hauptbahnhof Bild: dpa

Die Zahl der Flüchtlinge, die nach Deutschland strömen, ist im Januar gesunken. Mit 91.000 registrierten Asylsuchenden kamen fast 40.000 Menschen weniger an als im Dezember – aber doppelt so viele wie im Januar 2015.

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          Der Flüchtlingsstrom nach Deutschland hat sich zu Beginn des Jahres leicht abgeschwächt. Nach Angaben des Bundesinnenministeriums wurden im Januar insgesamt 91.671 Menschen als Asylsuchende registriert, wie die Nachrichtenagentur AP berichtet. Das sind fast 40.000 Menschen weniger als im Dezember, als die Zahl noch bei 127.320 lag.

          Die Zahl der Asylanträge hat sich im Januar im Vergleich zum Vorjahresmonat hingegen mehr als verdoppelt. Insgesamt wurden im ersten Monat des Jahres 52.103 Anträge gestellt, wie das Bundesinnenministerium in Berlin mitteilte. Das bedeute einen Anstieg von 108,1 Prozent gegenüber Januar 2015.

          Rechnet man die Zahl der Neuankömmlinge im Januar auf das ganze Jahr hoch, würde das einen Zuzug von 1,10 Millionen Flüchtlingen bedeuten. Das wären exakt so viele wie die deutschen Behörden im Jahr 2015 registrierten. Bis zum 31. Dezember meldeten sich bei den Behörden genau 1,09 Millionen Schutzsuchende.

          Wie die Nachrichtenagentur AP weiter berichtet, wurden im Januar mehr Asylanträge entschieden. Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge habe über 49.384 Anträge befunden, das bedeute einen Anstieg von 176,9 Prozent gegenüber Januar 2015 (17.835 Entscheidungen).

          31.160 Personen (63,1 Prozent aller Asylentscheidungen) erhielten die Rechtsstellung eines Flüchtlings nach der Genfer Flüchtlingskonvention. Zudem erhielten 194 Personen (0,4 Prozent) subsidiären, also eingeschränkten, Schutz. Bei 269 Personen (0,5 Prozent) wurden Abschiebungsverbote festgestellt. Die Zahl der tatsächlichen Einreisen von Asylsuchenden nach Deutschland habe auch im Januar 2016 deutlich höher gelegen, da „die formale Asylantragstellung teilweise erst zeitlich verzögert möglich“ sei, hieß es.

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