https://www.faz.net/-gpf-87z35

Flüchtlingskrise : Kanzlerin macht BA-Chef Weise zum Flüchtlingsmanager

Soll Flüchtlingsmanager in der Krise sein: der Vorstandsvorsitzende der Bundesagentur für Arbeit, Frank-Jürgen Weise Bild: dpa

Der Chef der Bundesagentur für Arbeit, Weise, soll in der Flüchtlingskrise nach F.A.Z.-Informationen für eine bessere Zusammenarbeit der Behörden sorgen. Der Chef des Flüchtlingsamts, Manfred Schmidt, war zuvor zurückgetreten.

          1 Min.

          Die Bundesregierung will in der Flüchtlingsfrage die Zusammenarbeit der beteiligten Behörden besser koordinieren. Wie die F.A.Z. erfuhr, hat Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) deshalb den Vorstandsvorsitzenden der Bundesagentur für Arbeit, Frank-Jürgen Weise, mit der Leitung eines neuen Arbeitsstabs betraut. Dem Gremium gehören auch Vertreter des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge (BAMF) an, dessen Präsident Manfred Schmidt am Donnerstag „aus persönlichen Gründen" zurückgetreten war.

          Mehr als 250.000 Anträge warten auf Bearbeitung

          Sven Astheimer

          Verantwortlicher Redakteur für die Unternehmensberichterstattung.

          Zuletzt war Kritik an der schleppenden Bearbeitung der Asylanträge durch das BAMF laut geworden. Derzeit warten noch mehr als 250.000 Anträge darauf, abgearbeitet zu werden. Über erste Vorschläge zur Beschleunigung des gesamten Verfahrens soll schon am 24. September beraten werden, wenn im Kanzleramt der Flüchtlingsgipfel von Bund und Ländern stattfindet.

          Im Gespräch ist, dass bis zu 3000 Mitarbeiter der Bundesagentur für Arbeit zur Unterstützung ins BAMF wechseln. Beide Behörden haben ihre Zentrale in Nürnberg. Die Arbeitsgruppe soll auch Vorschläge für einen Aufbau der geplanten 66 Erstaufnahmezentren in den Bundesländern entwickeln.

          Weitere Themen

          In der CDU wächst der Widerstand

          Härtere Corona-Maßnahmen : In der CDU wächst der Widerstand

          In der CDU wird der Unmut gegen „Drohszenarien“ der Bundesspitze im Kampf gegen das Coronavirus lauter. Auch der schleswig-holsteinische Ministerpräsident Günther schert aus – Zeit für eine Grundsatzdebatte?

          Keine Trump-Euphorie mehr in Kallstadt Video-Seite öffnen

          Heimatort der Großeltern : Keine Trump-Euphorie mehr in Kallstadt

          Anfangs sahen die Einwohner von Kallstadt in Rheinland-Pfalz die Wahl von Donald Trump zum amerikanischen Präsidenten mit großem Interesse, denn Trumps Vorfahren stammen aus dem Winzerdorf. Inzwischen scheint das Interesse allerdings erlahmt zu sein. Ein Stimmungsbild kurz vor der Präsidentenwahl Anfang November, bei der sich Trump zur Wiederwahl stellt.

          Topmeldungen

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.