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Flüchtlingskrise : Budapest will Soldaten an Südgrenze verlegen

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Szenen wie diese will Viktor Orban künftig vermeiden: Flüchtlinge überwinden Ende August bei Roszke die Grenze zwischen Ungarn und Serbien. Bild: AP

Ungarns Ministerpräsident fürchtet den Zustrom zahlreicher weiterer Flüchtlinge in sein Land. Nun sollen Soldaten dafür sorgen, dass illegale Grenzübertritte verhindert werden.

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          Angesichts des Zustroms von Flüchtlingen nach Ungarn will die Budapester Regierung Soldaten an die Grenze im Süden des Landes verlegen. Ab dem 15. September sollten dort zunächst Polizisten eingesetzt werden, sagte Ministerpräsident Viktor Orban am Samstag auf einer Pressekonferenz. Das Militär solle folgen, wenn das Parlament dem zustimme. „Wir werden die Grenze Schritt für Schritt unter Kontrolle bringen.“

          Der konservative Politiker warnte vor einem Ansturm von Flüchtlingen: „Es sind Millionen und Abermillionen, weil der Nachschub von Migranten unendlich ist.“ Ungarn grenzt im Süden unter anderem an Serbien und hat dort einen 175 Kilometer langen Zaun errichtet, um Flüchtlinge abzuhalten. Das Land gehört zur sogenannten Balkan-Route, die viele Flüchtlinge auf ihrem Weg nach Österreich und Deutschland nehmen.

          Am Samstag bereitete sich Bayern auf eine Rekordzahl von Neuankömmlingen vor, nachdem die Bundesregierung Zusagen zur Aufnahme von Flüchtlingen aus Ungarn gegeben hatte. Dort war es zu chaotischen Zuständen gekommen, mitunter marschierten Flüchtlinge entlang einer Autobahn in Richtung Grenze.

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