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Flüchtlingskrise : 213.000 Asylsuchende kamen 2016 bislang nach Deutschland

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Flüchtlinge mit akademischem Hintergrund in einem Hörsaal an der Universität Bremen Bild: dpa

In den ersten neun Monaten des Jahres sind mit rund 213.000 Flüchtlingen deutlich weniger Menschen nach Deutschland gekommen als noch im letzten Herbst. Der Berg unerledigter Asylanträge wird indes immer höher.

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          Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) sieht eine Trendwende bei den Flüchtlingen: In den ersten drei Quartalen des laufenden Jahres seien 213.000 Schutzsuchende nach Deutschland gekommen, sagte der Minister am Mittwoch in Berlin. Im gesamten Jahr 2015 hatte die Zahl mit 890.000 deutlich darüber gelegen. Es sei gelungen, die Zahlen deutlich zu reduzieren und Ordnung in die Verfahren zu bringen, sagte de Maizière.

          Bis Ende September stellten demnach knapp 660.000 Personen einen Asylantrag. Das waren 117 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Hierbei handele es sich zum großen Teil um Personen, die schon im vergangenen Jahr nach Deutschland gekommen seien.

          Der Berg unerledigter Asylanträge wird unterdessen immer höher. Ende September waren nach den Angaben 579.000 Verfahren anhängig. Das waren gut 100.000 mehr als zur Jahresmitte.

          Minister Thomas de Maiziere verwies aber darauf, dass in den ersten neun Monaten 462.314 Asylentscheidungen getroffen worden seien. Dies sei ein Anstieg um rund 165 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraums. Allein im September seien knapp 70.000 Entscheidungen getroffen worden und damit so viele wie noch nie in einem Monat. Laut de Maiziere wurden in der letzten Septemberwoche zudem erstmals mehr Entscheidungen getroffen als Anträge gestellt. Daran lasse sich eine Trendwende erkennen. Der Abbau der Altfälle habe begonnen.

          Der CDU-Politiker sagte zudem, auch die Rückführungen derjenigen, die kein Bleiberecht hätten, werde fortgesetzt. In den ersten drei Quartalen hätten mehr als 60.000 Person aufgrund einer geförderten freiwilligen Ausreise oder einer Abschiebung das Land verlassen. Allerdings müsse man hier noch besser werden.

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