https://www.faz.net/aktuell/politik/fluechtlingskrise/fluechtlingsheime-massenschlaegereien-in-hamburg-und-braunschweig-13842879.html

Flüchtlingsheime : Massenschlägereien in Hamburg und Braunschweig

  • Aktualisiert am

Erstaufnahmeeinrichtung in Hamburg Wilhelmsburg. Bild: dpa

Erst kam es zu Streit, dann eskalierte die Situation: In Hamburg-Wilhelmsburg sowie in Braunschweig sind am Abend Flüchtlinge aufeinander losgegangen. Zeugen sagten aus, sie hätten auch eine Schusswaffe gesehen.

          1 Min.

          In Erstaufnahmeeinrichtungen in Hamburg und Braunschweig ist es am Dienstagabend zu Schlägereien zwischen Flüchtlingen verschiedener Nationalitäten gekommen. In einem Erstaufnahmelager in Hamburg seien rund 30 Albaner und Afghanen teilweise mit Eisenstangen aufeinander losgegangen, sagte ein Polizeisprecher am Mittwoch. In der Landesaufnahmebehörde (LAB) des Landes Niedersachsen in Braunschweig brach der Polizei zufolge ein Streit zwischen Algeriern und Syrern aus - 300 bis 400 Flüchtlinge beteiligten sich demnach an der Prügelei.

          Nach der Auseinandersetzung in dem Lager im Hamburger Stadtteil Wilhelmsburg wurden der Polizei zufolge drei Menschen in Gewahrsam genommen. Einer von ihnen habe mehreren Zeugen zufolge einem anderen Flüchtling eine Waffe an den Kopf gehalten. Trotz des Einsatzes eines Spürhundes sei die Waffe nicht gefunden worden. Bei der Schlägerei seien fünf Menschen leicht verletzt worden, einer habe einen Stich in den Arm bekommen und musste ins Krankenhaus gebracht werden. Dass es sich dabei um einen Messerstich handelte, habe sich nicht bestätigt.

          Der Auslöser der Schlägerei war demnach ein Streit zwischen einem Albaner und einem Afghanen im Sanitärbereich der Einrichtung. Der Anlass für den Streit war zunächst unklar. Daraus resultierte die Schlägerei, bei der einige Menschen mit Eisenstangen bewaffnet gewesen seien. Nach der Auseinandersetzung sei auch eine Matratze in einem Zelt angezündet worden, in dem mehrere Albaner untergekommen waren. Zwei Personen seien dabei durch Rauch verletzt worden.

          Flüchtlingskrise : Krawalle in Erstaufnahmeinrichtung in Hamburg

          60 Polizisten greifen in Braunschweig ein

          Der Anlass für die Prügelei in Braunschweig waren laut Polizeisprecher einige gestohlene Gegenstände. Verletzte habe es keine gegeben. Nach anderthalb Stunden konnte die Polizei demnach mit rund 60 Beamten die Situation beruhigen. Ein Mann sei festgenommen worden, der am Mittwoch dem Haftrichter vorgeführt werden soll.

          In überfüllten Flüchtlingslagern ist es zuletzt wiederholt zu Gewaltausbrüchen gekommen, so auch im hessischen Calden oder auf dem Leipziger Messegelände.

          Weitere Themen

          Scholz weist Verdacht von Fehlverhalten zurück Video-Seite öffnen

          Cum-Ex-Skandal : Scholz weist Verdacht von Fehlverhalten zurück

          Der Bundeskanzler hat in seiner Zeugenaussage vor dem Hamburger Untersuchungsausschuss den Vorwurf persönlichen Fehlverhaltens zurückgewiesen. Die Opposition in Hamburg und im Bund äußerte massive Zweifel an Scholz' Glaubwürdigkeit.

          USA kündigen weitere Waffenlieferungen an

          Ukraine-Liveblog : USA kündigen weitere Waffenlieferungen an

          Putin und Macron befürworten Inspektion des AKW Saporischschja +++ Russland will Schwarzmeerflotte nach Rückschlägen verstärken +++ London: Charkiw weiterhin schwer unter Beschuss +++ alle Entwicklungen im Liveblog.

          Topmeldungen

          Bundeskanzler Olaf Scholz bei seiner Aussage vor dem Untersuchungsausschuss in Hamburg.

          Cum-ex-Affäre : Die Glaubwürdigkeit des Kanzlers

          Am Ende wird Scholz die Affäre selbst wohl kaum gefährlich werden. Aber wem zu entscheidenden Vorgängen die Erinnerung fehlt, dessen Glaubwürdigkeit steht auf dem Spiel.
          Rohre der Nord Stream 1 Gaspipeline in Lupmin

          Ab Ende August : Russland klemmt Nord Stream 1 für drei Tage ab

          Durch die Ostseepipeline Nord Stream 1 fließt seit Wochen ein Fünftel so viel Gas wie eigentlich könnte. Nun soll sie für drei Tage stillstehen – der Konzern begründet dies mit Wartungsarbeiten an einer Turbine.
          Regisseur Oliver Stone (rechts) mit Russlands Präsident Wladimir Putin, Szene aus dem 2017 erschienenen Film „Die Putin-Interviews“

          Streit um Oliver Stone in Leipzig : Für den Kreml?

          In Leipzig löst die Aufführung von Oliver Stones Film „Ukraine on Fire“ Proteste aus. Die Veranstaltung wurde auch von der Stadt unterstützt. Warum gibt man Stones fragwürdiger Haltung zu Russland Raum?

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Sie können bis zu 5 Newsletter gleichzeitig auswählen Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.