https://www.faz.net/-gpf-8e0gd

Flüchtlingsamt in Berlin : Korruptionsverdacht im Berliner Lageso

  • Aktualisiert am

Blick auf das Berliner Lageso: Als die Wohnung eines Verdächtigen durchsucht wurde, fanden die Beamten 51.000 Euro. Bild: dpa

Das Lageso in Berlin ist bekannt für lange Schlangen und frierende Flüchtlinge. Jetzt wird bekannt, dass ein Mitarbeiter der umstrittenen Behörde Auftrage nur gegen Geldzahlung vergeben haben soll. Es gibt weitere Verdächtige.

          Ein Referatsleiter des für Flüchtlinge zuständigen Landesamtes für Gesundheit und Soziales (Lageso) in Berlin ist wegen Korruptionsverdachts festgenommen worden. Der 48 Jahre alte Mitarbeiter soll Schmiergelder angenommen haben, teilte der Sprecher der Berliner Staatsanwaltschaft, Martin Steltner, am Donnerstag mit. Eine Lageso-Sprecherin bestätigte, dass der Mann bereits vom Dienst freigestellt worden ist. 

          Auch der Geschäftsführer eines Sicherheitsunternehmens war festgenommen worden, wie der Sprecher der Staatsanwaltschaft, Martin Steltner, sagte. Der Referatsleiter soll Aufträge für den Betrieb von Flüchtlingsunterkünften nur vergeben haben, wenn dafür ein bestimmtes Sicherheitsunternehmen zur Bewachung verpflichtet wurde. Laut Sprecher wurden bei einer Durchsuchung am Donnerstag auch 51 000 Euro und ein Auto beschlagnahmt.

          „Das Landesamt und die Senatsverwaltung unterstützen die ermittelnden Behörden vollumfänglich in ihrer Arbeit, um zur rückhaltlosen Aufklärung der Sachverhalte beizutragen“, erklärte die Lageso-Sprecherin. Das Lageso steht wegen teils chaotischer Zustände etwa bei der Terminvergabe seit Monaten in der Kritik.

          Weitere Themen

          Neues Referendum bei No-Deal-Brexit Video-Seite öffnen

          Schottland droht : Neues Referendum bei No-Deal-Brexit

          Schottland hat für den Fall eines No-Deal-Brexits ein Unabhängigkeitsreferendum angekündigt. „Wir sollten dies dann 2020 ins Auge fassen“, sagte Sturgeon am Mittwoch bei einem Besuch in Berlin.

          BND muss Presse informieren

          Auskunftsrecht : BND muss Presse informieren

          Weil er nicht zu einem Pressegespräch eingeladen war, forderte ein Redakteur Auskünfte vom Bundesnachrichtendienst. Das Bundesverwaltungsgericht gab ihm nun Recht.

          Topmeldungen

          Die EU und Großbritannien : Warten auf Boris

          Einen Monat vor dem europäischen Gipfeltreffen, das Klarheit über den britischen EU-Austritt schaffen soll, wächst die Anspannung. Die EU hofft weiter auf konkrete Vorschläge aus Großbritannien. Doch die Zeit wird knapp.
          Jan (rechts) und Niclas Stemplewski

          Start-up Iubel : Klagen, Kassieren, Jubeln

          Der Prozessfinanzierer Iubel bietet schnellen Rechtsschutz und lässt per Algorithmus Chancen ermitteln. Auch am Dieselskandal will das Start-up mitverdienen.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.