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Flüchtlinge verletzt : Abermals fremdenfeindlicher Angriff in Heidenau

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Im sächsischen Heidenau sind drei afghanische Flüchtlinge angegriffen und leicht verletzt worden. Die mutmaßlichen Täter riefen laut Polizei fremdenfeindliche Parolen.

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          Drei afghanische Flüchtlinge sind am späten Freitagabend im sächsischen Heidenau (Landkreis Sächsische Schweiz/Osterzgebirge) aus einer etwa dreißigköpfigen Personengruppe heraus angegriffen und leicht verletzt worden. Die Ermittler gehen von Fremdenfeindlichkeit als Motiv aus, teilte die Polizei am Samstag mit. Am Tatort seien Parolen gerufen worden wie „Macht euch wieder nach Hause“ und „Was wollt ihr hier?“.

          Zwei mutmaßliche Täter im Alter von 18 und 20 Jahren konnten festgenommen werden. Sie müssen sich wegen des Verdachts der gefährlichen Körperverletzung verantworten.

          Die drei leichtverletzten afghanischen Flüchtlinge sind 17 und 18 Jahre alt. Die weiteren Ermittlungen führt das Dresdner Staatsschutzdezernat.

          Heidenau hatte im August 2015 durch tagelange fremdenfeindliche Ausschreitungen für Schlagzeilen gesorgt. Auslöser war die geplante Unterbringung von bis zu 600 Flüchtlingen in einem ehemaligen Baumarkt. Rechte Gruppen und Anwohner warfen Böller und Steine, 33 Polizisten wurden zum Teil schwer verletzt. Dutzende Flüchtlinge konnten die Unterkunft nur unter Polizeischutz beziehen. Als Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) wenige Tage später die Einrichtung besuchte, wurde sie von Einheimischen unflätig beschimpft.

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