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Flüchtlinge : Peter Maffay sorgt sich vor Parallelgesellschaften

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Peter Maffay bei der Aufzeichnung einer Fernsehshow im September Bild: dpa

Er kenne die Angst, in ein fremdes Land zu kommen, sagt der in Rumänien aufgewachsene Sänger. Doch wichtig sei, dass Flüchtlinge sich zu den Werten in Deutschland bekennen.

          Sänger Peter Maffay fühlt sich durch die aktuellen Bilder der Flüchtlinge an die eigene Ausreise aus Rumänien im Alter von 13 Jahren erinnert: „Ich kenne die Angst, in ein fremdes Land zu kommen, die Sprache nicht zu können“, sagte der 66 Jahre alte Maffay der Zeitung „Bild am Sonntag“. Was er nicht kenne, sei aber „die Angst, auf einen rostigen, zum Sinken verurteilten Kahn zu steigen“.

          Neben dem Spracherwerb sei Respekt vor den Werten der neuen Heimat die wichtigste Voraussetzung für die Integration, betonte der Musiker: „Alle, die hier Asyl suchen, sollten das Grundgesetz vorgelegt bekommen und mit ihrer Unterschrift bestätigen, dass sie es auch gelesen haben. Was wir nicht verkraften werden, sind Parallelgesellschaften.“

          Bei der Aufnahme der Flüchtlinge plädiert Maffay für eine Obergrenze: „Wenn Sie einen trockenen Schwamm nehmen und Wasser darauf gießen, wird er eine Menge aufnehmen. Aber irgendwann läuft es unten wieder raus. Das Gefährlichste, was uns passieren kann, ist, dass wir nicht mehr helfen können.“

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