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Flüchtlinge : Kauder distanziert sich von Schäubles Lawinenvergleich

  • Aktualisiert am

Unionsfraktionsvorsitzender Volker Kauder und Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen im Bundestag Bild: dpa

In der CDU gibt es beim Thema Flüchtlinge neue Meinungsverschiedenheiten. Ein Unionsabgeordneter warnt: „Die Bürger werden der Kanzlerin das Vertrauen entziehen.“

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          Der Vorsitzende der Unionsfraktion im Bundestag, Volker Kauder (CDU), hat sich von der „Lawinen“-Äußerung seines Parteifreundes Wolfgang Schäuble distanziert. Der Finanzminister hatte Flüchtlinge mit einer Lawine verglichen. „Es geht hier um Menschen“, sagte Kauder der „Bild am Sonntag“. „Deshalb verwende ich solche Bilder nicht – auch nicht das Wort Flüchtlingsstrom.“

          Kritik an Merkels Flüchtlingspolitik wies Kauder zurück: „Ich halte den Kurs von Angela Merkel uneingeschränkt für richtig. Deswegen stehe ich zu ihr, wie auch die Mehrheit der Fraktion.“ Der CDU-Bundestagsabgeordnete Klaus-Peter Willsch stellte die Flüchtlingspolitik der Kanzlerin hingegen in Frage. „Wir müssen dazu kommen, Flüchtlinge an den Grenzen zurückzuweisen. Gelingt uns das nicht, werden die Bürger der Kanzlerin das Vertrauen entziehen“, sagte Willsch der Zeitung. Willsch betonte, in der Fraktion herrsche Verzweiflung darüber, dass „die Regierungsspitze nicht aufnimmt, was an sie herangetragen wird“.

          Im Sonntagstrend des Meinungsforschungsinstituts Emnid kann die Union einen Prozentpunkt auf 37 Prozent zulegen. Die rechtspopulistische AfD fällt in der Wählergunst um einen Punkt auf acht Prozent zurück. Auch die SPD verliert einen Zähler und kommt auf 25 Prozent. Unverändert bleiben die Werte der Grünen (zehn Prozent) und der Linken (neun Prozent). Die FDP legt leicht zu und kommt auf fünf Prozent.

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