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Unterbringung in Schweden : Flüchtlinge wollen zurück nach Deutschland

  • Aktualisiert am

Flüchtlinge diskutieren mit einem Mitarbeiter der schwedischen Einwanderungsbehörde Bild: AP

Beim Anblick der kalten und kargen schwedischen Landschaft hat sich eine Gruppe von Flüchtlingen geweigert, ihren Bus zu verlassen. Einige von ihnen verlangen, zurück nach Deutschland gebracht zu werden.

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          Angesichts einer kargen Waldlandschaft und zunehmend kalten Temperaturen hat sich eine Gruppe von Flüchtlingen aus Syrien und dem Irak geweigert, ihren Bus im Westen Schwedens zu verlassen. Wie die schwedische Einwanderungsagentur Migrationsverket (MV) am Dienstag einräumte, wurde für die etwa 20 Flüchtlinge, die vorübergehend in einem entlegenen Dorf an der Grenze zu Norwegen untergebracht werden sollten, seit Sonntag keine Lösung gefunden. Einige von ihnen hätten sogar verlangt, mit dem Bus nach Deutschland zurückgebracht zu werden.

          Einer der Flüchtlinge erklärte den Sitzstreik im Bus gegenüber dem schwedischen Fernsehen mit einer fehlenden Schule für die Kinder und einem nicht vorhandenen Arzt für eine schwangere Frau. Zudem sei es sehr kalt und es gebe keine Geschäfte, die zu Fuß erreicht werden könnten. Er war am Sonntag mit einer Gruppe von insgesamt sechzig Flüchtlingen mit dem Bus nach Limedsforsen unweit der norwegischen Grenze gebracht worden. Im Umkreis von dutzenden Kilometern gibt es dort keine Stadt. Die Temperaturen können im Winter auf minus 30 Grad Celsius sinken und es gibt monatelang so gut wie kein Tageslicht.

          Die Agentur MV erklärte ihre Entscheidung, die Flüchtlinge an diesen entlegenen Ort zu bringen, mit den begrenzten Aufnahmemöglichkeiten des Landes. Jede Woche kämen fast 10.000 neue Flüchtlinge nach Schweden. „Wir haben nichts anderes", sagte die MV-Sprecherin Guna Graufelds. „Dies ist alles, was wir ihnen anbieten können.“ Die Verhandlungen mit den Flüchtlingen, die nicht bleiben wollten, wurden am Dienstag fortgesetzt. So etwas komme selten vor, sagte Graufelds, die sich schlussendlich aber zuversichtlich äußerte: „Meistens verstehen sie, dass sie nicht das ganze Leben so bleiben werden, auch wenn es lange dauern kann."

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