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Zahlen für 2015 : So viele Zuwanderer kamen noch nie

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Bis 2014 wurde die Zuwanderung vor allem durch Wanderbewegungen aus anderen EU-Ländern bestimmt. 2015 waren es vor allem schutzsuchende Flüchtlinge wie hier Ende November bei Wegscheid in Bayern Bild: dpa

Fast zwei Millionen Ausländer sind 2015 nach Deutschland gekommen – so viele wie noch nie zuvor. Darunter waren vor allem schutzsuchende Flüchtlinge. Insgesamt waren am Jahresende gut neun Millionen Ausländer in Deutschland registriert.

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          Die Nettozuwanderung von Ausländern nach Deutschland hat sich im vergangenen Jahr fast verdoppelt und damit den höchsten Wert in der Geschichte der Bundesrepublik erreicht. Knapp zwei Millionen ausländische Personen kamen nach Deutschland, wie das Statistische Bundesamt am Montag in Wiesbaden mitteilte. Gleichzeitig zogen rund 860.000 Ausländerinnen und Ausländer fort. Daraus ergebe sich ein Wanderungssaldo von 1,14 Millionen Menschen, hieß es auf Basis vorläufiger Ergebnisse einer Schnellschätzung auf Grundlage der bislang vorliegenden Zahlen der Wanderungsstatistik.

          Im Jahr 2014 hatte es noch 1,343 Millionen Zu- und 766.000 Fortzüge gegeben, woraus sich ein Saldo von 577.000 ergeben hatte. Somit stieg nach Angaben der Statistiker die Zahl der Zuzüge 2015 schätzungsweise um rund 49 Prozent, während die Zahl der Fortzüge lediglich um zwölf Prozent zunahm. Verändert habe sich zugleich die Struktur der Immigration: Bis 2014 sei die Entwicklung der Zuwanderung zum großen Teil durch die steigenden Wanderungsbewegungen mit anderen EU-Ländern bestimmt gewesen, was mit einem hohen Anteil an vorübergehenden Aufenthalten verbunden gewesen sei. Jetzt werde die Zuwanderung vor allem durch schutzsuchende Flüchtlinge bestimmt.

          Netto-Zuzug von knapp über einer Million Menschen

          Die Zahl der zum Jahresende im Ausländerzentralregister erfassten Ausländerinnen und Ausländer erhöhte sich 2015 von 8,15 auf 9,11 Millionen, wie das Statistische Bundesamt weiter mitteilte. Das entspricht einem Anstieg um 955.000 Personen oder knapp zwölf Prozent. Der Netto-Zuzug liegt mit 1,036 Millionen Personen unter dem Saldo der Wanderungsstatistik. Grund dafür ist unter anderem, dass Ausländerinnen und Ausländer bei kurzer beabsichtiger Aufenthaltsdauer nicht ins Zentralregister aufgenommen werden, in der Wanderungsstatistik aber erfasst sind.

          In beiden Statistiken sei die Zahl der Flüchtlingen vermutlich untererfasst, hieß es weiter. Es sei davon auszugehen, dass eine zeitnahe Erfassung aller Schutzsuchenden durch die Meldebehörden nicht möglich gewesen sei. Auch Fehlbuchungen und Doppelerfassung seien denkbar.

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