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F.A.Z. exklusiv : So stellen sich EU-Kommissare das neue Asylverfahren vor

  • Aktualisiert am

Flüchtlinge in einer Unterkunft im serbischen Belgrad, wo sie einen Zwischenstopp auf ihrem Weg in die EU-Staaten einlegen. Bild: dpa

Ein strenger, fairer Standard für die EU-Mitgliedsländer: Zwei EU-Kommissare skizzieren in einem Gastbeitrag für die F.A.Z. ihre Vorstellungen eines neuen Asylsystems für die Europäische Union. In dieser Woche wird darüber entschieden.

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          Die EU-Kommissare Günther Oettinger und Dimitris Avramopoulos haben sich für den Aufbau eines gemeinsamen Asylsystems in der Europäischen Union ausgesprochen, „das großzügig zu den Schutzbedürftigsten ist und gleichzeitig streng gegenüber denjenigen, die versuchen, es zu missbrauchen.“ In einem Beitrag für die F.A.Z. verweisen die Kommissare auf schon erreichte Erfolge.

          Oettinger ist Kommissar für Digitale Wirtschaft und Gesellschaft, Avramapoulos verantwortet das Ressort Migration, Inneres und Bürgerschaft.

          In dieser Woche will die Kommission die Arbeit an einem neuen gemeinsamen Asylsystem für alle Mitgliedstaaten abschließen. Dabei, so Oettinger und sein griechischer Kollege, müsse es zum Beispiel darum gehen, einen strengen, aber fairen Standard zu schaffen. Es gehe nicht um einen „Unterbietungswettbewerb, bei dem einzelne Staaten ihr Asylsystem bewusst unattraktiver gestalten als das des Nachbarn.“ Europa könne allerdings niemals gegen den Widerstand der Nationalstaaten aufgebaut werden. Allerdings seien die 28 gemeinsam stärker als die bevorstehenden Herausforderungen. Diese Stärke müsse sich jetzt auch in der Flüchtlingskrise zeigen.

          „Für ein besseres Europa“

          Gerade nach dem britischen Referendum sei die Kommission fest entschlossen, „für ein geeinteres Europa zu arbeiten, für ein besseres Europa, für ein Europa, das sich der großen Fragen annimmt, die wir gemeinsam lösen müssen – wie die Flüchtlingskrise – und alles andere den Mitgliedstaaten überlässt.“ Bisher sei Europa noch immer aus Krisen gestärkt hervorgegangen. Das müsse sich auch in der Flüchtlingskrise zeigen, so Oettinger und Avramapoulos abschließend.

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