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F.A.Z. exklusiv : Monika Maron klagt über „kopflose“ Flüchtlingspolitik

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Streitbar: Monika Maron Bild: Picture-Alliance

Die Schriftstellerin Monika Maron geht scharf mit der Flüchtlingspolitik der großen Koalition ins Gericht. In einem Gastbeitrag für die F.A.Z. empfiehlt sie ein Nachbarland als Vorbild.

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          Monika Maron kritisiert die Flüchtlingspolitik der Bundesregierung. In einem Beitrag für die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ beklagt die Schriftstellerin, in der gegenwärtigen Situation seien die Mechanismen des Parlamentarismus praktisch lahmgelegt. „Wenn die eigene Partei der Kanzlerin die Gefolgschaft versagt, springt die Opposition für sie ein. Wir haben Merkel oder Merkel, und die Grenze bleibt offen.“

          Menschen, die weder AfD wählen wollten noch mit Pegida spazieren zu gehen wünschten, hätten es schwer in Deutschland, so Maron. Sie frage sich, warum Deutsche nicht „wie die freiheitsliebenden Polen“ von ihrer Regierung die Einhaltung bestehender Gesetze verlangten. Die Politik leiste zur Zeit genau den rechtsextremen Kräften Vorschub, die sie doch bekämpfen wolle.

          Nach den Vorkommnissen in Köln frage sie sich, was eigentlich wäre, wenn das dort Vorgefallene „eine andere Art des Terrors wäre, für die es nur wenige Akteure braucht, um einer aufgeheizten Masse ein Ziel zu geben, und die den öffentlichen Raum ebenso verunsichern kann wie ein Bombenanschlag".

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