https://www.faz.net/aktuell/politik/fluechtlingskrise/europaeische-investitionsbank-will-fluchtursachen-bekaempfen-14301372.html

Europäische Investitionsbank : EU will Migration mit Milliarden-Investitionen bremsen

  • Aktualisiert am

EIB-Präsident Werner Hoyer Bild: dpa

Die EIB will einem Bericht zufolge Projekte außerhalb der EU mit doppelt so viel Geld wie bisher unterstützen. So sollen Fluchtursachen bekämpft werden.

          1 Min.

          Die Europäische Union will den Zustrom von Flüchtlingen nach Europa mithilfe neuer Milliarden-Investitionen bremsen. Die Europäische Investitionsbank (EIB) schlägt dazu laut einem Zeitungsbericht vor, Projekte außerhalb der EU mit doppelt so viel Geld wie bisher geplant zu fördern.

          Zusätzliche sechs Milliarden Euro sollen demnach in den kommenden fünf Jahren dabei helfen, die Fluchtursachen vor Ort zu bekämpfen. „Es ist auch entscheidend, dass Europa jene Länder unterstützt, die eine große Zahl an Flüchtlingen aufgenommen haben“, sagte EIB-Präsident Werner Hoyer der Süddeutschen Zeitung und sechs weiteren europäischen Blättern.

          Das Geld soll vor allem für Investitionen in Jordanien, Libanon, Ägypten und den Maghreb-Staaten dienen. Auch Westbalkanländer wie Serbien und Albanien sollen in hohem Maß davon profitieren. Es geht beispielsweise darum, den Bau von Schulen zu finanzieren, das Gesundheitssystem zu verbessern oder Wasserzugänge zu ermöglichen.

          Die EU-Bank werde beim Gipfeltreffen in der kommenden Woche darauf dringen, die Mittel zur Bekämpfung von Fluchtursachen massiv aufzustocken. „Die zusätzlichen sechs Milliarden Euro an Krediten könnten bis zu 15 Milliarden Euro an neuen Investitionen bringen“, sagte Hoyer.

          Weitere Themen

          Europäische Politiker: Haben es mit Sabotage zu tun Video-Seite öffnen

          Nord Stream-Lecks : Europäische Politiker: Haben es mit Sabotage zu tun

          Die Lecks an den Ostsee-Pipelines Nord Stream 1 und 2 sind laut europäischen Politikern auf Sabotage zurückzuführen. Die dänische Ministerpräsidentin Mette Frederiksen etwa sagte, die Lecks seien durch „vorsätzliche Handlungen“ entstanden.

          Topmeldungen

          Schleswig-Holstein, Büsum, 2019: Das Endstück eines 516 Kilometer langen Seekabels für die Stromleitung Nordlink zwischen Deutschland und Norwegen wird von dem Kabelverlegeschiff „Boka Connector“ unter dem Deich hindurch an Land gezogen.

          Infrastruktur am Meeresboden : Ungeschützt in der Tiefe

          Pipelines, Internetleitungen und Starkstromkabel unter Wasser werden kaum geschützt. Russland interessiert sich dafür schon seit Jahren, warnen Militärs.

          „Achtung, Reichelt!“ : Leute, wühlt im Müll!

          Julian Reichelt, ehemals Chefredakteur von „Bild“, schimpft jetzt bei Youtube gegen alles, was grün oder links ist. Manchmal ist das lustig – öfter zynisch und perfide. Der Erfolg ist erstaunlich.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Sie können bis zu 5 Newsletter gleichzeitig auswählen Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.