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Flüchtlingskrise : Tausende Asylbewerber kommen nie in ihren Unterkünften an

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Deutschland gelingt es immer seltener, Flüchtlinge an die eigentlich zuständigen EU-Staaten zu schicken. Bild: dpa

Einem Medienbericht zufolge sind in Deutschland etwa 130.000 Flüchtlinge verschwunden. Mögliche Gründe sind die Weiterreise in andere Länder – oder das Untertauchen in die Illegalität.

          Nach der Registrierung in Deutschland kommen einem Medienbericht zufolge viele Flüchtlinge nicht in ihrer vorgesehenen Unterkunft an. Im vergangenen Jahr habe der Anteil bei 13 Prozent gelegen, berichtete die „Süddeutsche Zeitung“ und beruft sich auf eine Antwort des Innenministeriums auf eine Anfrage der Linksfraktion im Bundestag. Mögliche Gründe seien die Weiterreise in andere Länder oder das Untertauchen in die Illegalität. Es gehe um mehr als 130.000 Personen.

          Der „SZ“ zufolge funktioniert die europäische Lastenteilung beim Schutz der Flüchtlinge immer schlechter. Dabei gelingt es Deutschland auch immer seltener, Flüchtlinge an die eigentlich zuständigen EU-Staaten zu schicken. Die Behörden hätten daher bei jedem zehnten Asylbewerber eine Anfrage an einen EU-Partner gestellt, diesen zurückzunehmen. 2014 sei es noch jeder fünfte gewesen.

          Nach dem Abkommen von Dublin ist eigentlich der Staat für einen Asylbewerber zuständig, in dem er zuerst den Boden der EU betrat. Viele Staaten, etwa Griechenland, Ungarn oder Italien halten sich daran aber nicht.

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