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Prognose weit übertroffen : Millionster Flüchtling in Bayern registriert

  • Aktualisiert am

Soldaten in Zivilkleidung nehmen Ende November in Obertraubling (Bayern) Fingerabdrücke von einer Asylsuchenden. Bild: dpa

Jetzt ist es offiziell: Deutschland hat in diesem Jahr eine Million Flüchtlinge aufgenommen. Bayerns Sozialministerin fordert „nun dringender denn je eine Obergrenze“.

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          Drei Wochen vor Jahresende ist die Zahl von einer Million Flüchtlingen in Deutschland offiziell erreicht. So viele Asylbewerber seien bis Dienstag im Erstaufnahme-System „Easy“ registriert und deutschlandweit verteilt worden. Das erklärte die bayerische Sozialministerin Emilia Müller (CSU) in München. Allein im November seien es mehr als 200.000 neu registrierte Asylbewerber gewesen. Der Zustrom an Flüchtlingen sprenge somit alle Prognosen. Bereits am Montag hatte Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) erklärt, die zuvor vorausgesagte Zahl von 800.000 Asylbewerbern bis zum Jahresende sei bereits übertroffen worden.

          Unter Fachleuten ist jedoch umstritten, wie genau das „Easy“-System die Zahl der Flüchtlinge in Deutschland widerspiegelt. Manche Experten gehen davon aus, dass die tatsächlichen Zahlen noch höher sind, da es wegen der Überlastung der Behörden inzwischen Wochen dauern könne, bis ein Flüchtling registriert werde. Andere glauben, dass die Zahlen niedriger sind, da es zu Mehrfachregistrierungen kommen könne.

          Bayerns Sozialministerin Müller wiederholte angesichts der neuen Zahl ihre Forderung: „Wir brauchen nun dringender denn je eine Obergrenze für die Aufnahme von Flüchtlingen, denn Deutschland kann diese Zugänge dauerhaft nicht länger schultern.“

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