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Aufklärung von Flüchtlingen : Freiheit für 2000 Euro

  • -Aktualisiert am

Am Ziel? Flüchtlinge erreichen am späten Dienstagabend den Bahnhof Düsseldorf-Flughafen. Die Reiseverläufe der Menschen unterscheiden sich, auch die Kosten ihrer Flucht differieren stark. Bild: dpa

Viele Flüchtlinge begeben sich auf ihrem gefährlichen Weg nach Europa in die Hände von Schleppern. Nun versuchen Hilfsorganisationen, die Menschen über Alternativen aufzuklären - mit Flugblättern und Strichmännchen.

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          Der Weg in die Freiheit kostet 2031 Euro. Für die Fähre von der Türkei nach Griechenland werden bis zu 1200 Euro benötigt; zwanzig Euro für den Bus, der aus der serbischen Hauptstadt Belgrad nach Kanjiza fährt, nahe der Grenze zu Ungarn. Schließlich das Taxi von Österreich nach Deutschland, zum Ziel: 550 Euro.

          Die Etappen einer Flucht, nüchtern aufgelistet auf einem Blatt Papier. Blau auf weiß hat ein „Vermittler“ die Rechnung niedergeschrieben, übergibt sie in Damaskus an Fluchtwillige. Am Sehnsuchtsort, in Deutschland, schwenkt ein kleines Strichmännchen triumphierend eine Fahne. Der britische Journalist Ian Black hat im Guardian ein Foto eines solches Zettels veröffentlicht. Nicht das Geschäft mit den Flüchtlingen steht für die Vermittler im Vordergrund - sie wollen informieren. Warnen vor Wucherpreisen. Die Menschen von gefährlichen Transportmitteln abhalten. Und vor Schmugglern.

          Das Dokument listet die realistischen Preise für den Transport auf. Geld für Essen, Hygiene, Unterkünfte ist nicht berücksichtigt.

          Hilfsorganisationen verteilen Informationszettel

          Die Fülle an Informationen, die auch in den Herkunftsländern über die Gefahren der Flucht verbreitet werden, macht Schmugglern das Geschäft mit der Hoffnung immer schwerer.  Die Menschen vertrauen nicht mehr jedem Händler, suchen Rat bei Vermittlern und Freunden. Der Guardian berichtet von zahlreichen Helfern, die in Syrien Hinweise und Tipps geben.

          Auch entlang der Balkan-Route versuchen Hilfsorganisationen, Flüchtlinge vor Schleppern zu bewahren. In Budapest verteilt der Verein Migrant's Help Association Informationszettel, auf denen die Menschen über sichere Transportmittel für ihre Weiterreise aufgeklärt werden. Es wird eindringlich davor gewarnt, in Lastwagen und Transporter einzusteigen. Stattdessen sollten Bahnen, Autos und Busse genutzt werden. Die BBC-Korrespondentin Imelda Flattery hat einen solchen Flugzettel fotografiert.

          Die Aufklärungsarbeit hat in den letzten Tagen zugenommen. Dennoch legen weiterhin täglich Menschen ihr Schicksal in die Hände von Schleppern. Die Versuchung, schnell nach Mitteleuropa zu gelangen, scheint zu groß - oft haben die Flüchtlinge aber auch schlicht keine andere Wahl.

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