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Asylbewerber : Mehrheit will keine weiteren Flüchtlinge

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Auf dieses Selfie wird Kanzlerin Angela Merkel (CDU) immer wieder angesprochen, es ist zum Symbolfoto ihrer Flüchtlingspolitik geworden. Das Bild zeigt sie beim Besuch einer Erstaufnahmeeinrichtung für Asylbewerber am 10. September 2015. Bild: dpa

Klarer Trend in der Flüchtlingskrise: Zwei Drittel der Deutschen glauben nicht mehr an Merkels „Wir schaffen das“-Versprechen. Nur noch jeder fünfte sieht Deutschland in der Lage, weitere Asylsuchende aufzunehmen. In der Wählergunst sacken die Unionsparteien ab.

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          Angesichts steigender Flüchtlingszahlen in Deutschland schwindet die Aufnahmebereitschaft der Bevölkerung. Einer repräsentativen Erhebung des Meinungsforschungsinstituts YouGov zufolge halten inzwischen 56 Prozent der Bundesbürger die Asylbewerberzahlen für zu hoch. Mitte September hatten 46 Prozent der Befragten diese Meinung vertreten. Umgekehrt sehen mittlerweile nur noch 19 Prozent der Umfrageteilnehmer Deutschland in der Lage, weitere Asylsuchende aufzunehmen. Zuvor waren es 28 Prozent.

          Die Einschätzung von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU), die mit Blick auf die hohe Zahl der Flüchtlinge sowie deren Aufnahme und Versorgung in Deutschland mehrfach gesagt hatte „Wir schaffen das“, teilt demnach nur noch jeder dritte Bürger (32 Prozent). Anfang September hatten noch 43 Prozent zugestimmt. 64 Prozent glauben inzwischen, dass ihre Aussage „Wir schaffen das“ nicht zutrifft.

          „Der Vertrauensverlust schwächt die Union“

          Einer anderen Umfrage zufolge verlieren die Unionsparteien auch in der Wählergunst. Laut dem INSA-Meinungstrend, über den die „Bild“-Zeitung am Mittwoch berichtet, fallen CDU und CSU auf den tiefsten Stand seit der Bundestagswahl 2013. Würde am Sonntag abgestimmt, kämen die Unionsparteien auf 38 Prozent. Das ist ein Prozentpunkt weniger als in der Vorwoche. Bei der Bundestagswahl hatten CDU/CSU zusammen 41,5 Prozent der Wählerstimmen geholt. INSA-Chef Hermann Bunkert sagte der Zeitung: „Durch ihre Flüchtlingspolitik verliert die Kanzlerin Vertrauen. Der Vertrauensverlust der Kanzlerin schwächt die Union.“

          Je einen halben Punkt hinzu gewinnen die SPD mit jetzt 24,5 Prozent, die Grünen mit zehn Prozent und die Alternative für Deutschland (AfD) mit 6,5 Prozent. Die Linke verliert einen Punkt und kommt auf neun Prozent. Die FDP bleibt unverändert bei fünf Prozent. Für den INSA-Meinungstrend im Auftrag von „Bild“ wurden vom 9. bis zum 12. Oktober 2015 insgesamt 2190 Wahlberechtigte befragt.

          Flüchtlingskrise : Merkel: „Transitzonen werden Flüchtlingsproblem nicht lösen“

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