https://www.faz.net/-gpf-8aedh

Arbeitsmarkt : Arbeitgeber fordern Begrenzung der Flüchtlingszahlen

  • Aktualisiert am

Erstversorgung von Flüchtlingen in Berlin Bild: Matthias Lüdecke

Eine Million Flüchtlinge ist laut Arbeitgeber-Präsident Ingo Kramer „im Moment“ zu viel. Er warnt vor einem einem Verdrängungswettbewerb am Arbeitsmarkt.

          Die Arbeitgeberverbände in Deutschland fordern eine wirksame Begrenzung des Zuzugs von Flüchtlingen. „Wir werden mit der Situation zurechtkommen, wenn dieser Andrang irgendwann abbricht oder sich zumindest abschwächt“, sagte der Präsident der Bundesvereinigung der Arbeitgeberverbände (BDA), Ingo Kramer, der Zeitung „Die Welt“. Eine Million Flüchtlinge sei „im Moment“ zu viel. „Ich bin aber überzeugt, am Ende schaffen wir das, wenn wir die notwendigen Maßnahmen umsetzen.“

          Kramer forderte wörtlich: „Wir müssen uns jetzt auf die Menschen konzentrieren, die hierherkommen, weil sie um ihre Existenz und ihr Leben fürchten, und nicht um die, die ein besseres Leben wollen, und dafür das Asylrecht missbrauchen.“ Je besser es gelinge, Flüchtlinge in die deutsche Gesellschaft zu integrieren, „desto stärker ist unser Signal gegen den internationalen Terrorismus“.

          Eine generelle Aussetzung des Mindestlohns ausschließlich für Flüchtlinge lehnte der Arbeitgeber-Präsident ab: „Ich halte den gesetzlichen Mindestlohn für falsch, aber ich kann mir nicht vorstellen, dass wir ihn für Flüchtlinge aussetzen und für Deutsche belassen.“ Dies würde zu einem „Verdrängungswettbewerb am Arbeitsmarkt“ führen, so Kramer. „Dann haben wir Pegida nicht nur mehr in Dresden auf der Straße.“

          Weitere Themen

          Das Ende der Einsamkeit Video-Seite öffnen

          Insel Sokotra im Jemen : Das Ende der Einsamkeit

          Der Artenreichtum der Insel Sokotra hat sie zum Weltkulturerbe gemacht. Doch das Paradies ist von politischen Verwerfungen bedroht: Die Hilfe aus Saudi-Arabien und den Emiraten ist auch ein Zeichen von Autoritätsverlust.

          Die eindringliche Warnung des Heiko Maas

          Atomabkommen mit Iran : Die eindringliche Warnung des Heiko Maas

          Die EU bezichtigt Iran vorerst nicht der Angriffe auf die zwei Tanker im Golf von Oman. Außenminister Maas betont aber: „Wer kann, muss deeskalieren“. Er reagiert zudem auf die Drohung Irans, den Atompakt zu brechen.

          Topmeldungen

          Ehemaliger Lebensmittelladen in Loitz: Der Solidaritätszuschlag dient in erster Linie zur Finanzierung der Kosten, die die deutsche Wiedervereinigung verursacht hat. (Archiv)

          Wortbruch der Union : Soli-Schmerzen

          Dass ein Teil des Soli bleibt, dürfte für die Betroffenen finanziell zu verschmerzen sein. Nicht aber der Wortbruch der Union – und das bittere Gefühl, dass ihr Sondereinsatz für das Land nicht einmal wertgeschätzt wird.
          Trotz Sanktionen: Schweißer arbeiten Anfang April im Karosseriebau des Mercedes-Benz Werks im Industriepark Jessipowo bei Moskau

          Russland-Sanktionen : Der Preis des Zurückweichens

          Die Russland-Sanktionen waren ein Signal. Deren Aufhebung wäre es erst recht – die EU würde damit demonstrativ vor Moskaus Politik der Gewalt und Drohung zurückweichen.

          FAZ Plus Artikel: Youtube : Die neue Mündlichkeit

          Rezos Video rechnet mit Lesern, die lesen können, aber meistens nicht gelesen haben, was er für sie gelesen hat. Wie Youtube das Verhältnis von gesprochenem Wort, Schrift und Wissen verändert.
          Der frühere Chefvolkswirt des Internationalen Währungsfonds, Olivier Blanchard. (Archiv)

          EZB-Konferenz in Sintra : „Es gibt keine Schuldenkrise“

          Die Eurozone braucht eine expansive Finanzpolitik und weniger strenge Schuldenregeln, sagt der Ökonom Olivier Blanchard bei der EZB-Konferenz in Sintra. Strukturreformen alleine genügten nicht, um das Wirtschaftswachstum zu beleben.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.