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Höchster Umfragewert : AfD klettert bundesweit auf 12 Prozent

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Sorgte mit einer Forderung, Flüchtlinge notfalls mit Waffengewalt an der Grenze aufzuhalten, parteiübergreifend für Entsetzen: die AfD-Vorsitzende Frauke Petry, hier Anfang November mit dem NRW-Landesvorsitzenden Marcus Pretzell in Essen Bild: dpa

Eine Lösung der Flüchtlingskrise ist weiter kaum in Sicht – davon profitiert die Alternative für Deutschland immer mehr. In einer aktuellen Umfrage kommt sie bundesweit auf 12 Prozent der Stimmen – der höchste Wert, der in der Erhebung bislang gemessen wurde.

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          Die anhaltende Flüchtlingskrise lässt die Zustimmung für die Alternative für Deutschland nach einer aktuellen Umfrage weiter steigen. Wäre jetzt Bundestagswahl, käme die AfD auf 12 Prozent – drei Punkte mehr als im Vormonat. Das ist der höchste Wert, der im „ARD-Deutschlandtrend“ bislang für die Partei gemessen wurde. Die Union verliert in der Sonntagsfrage demnach vier Punkte und landet bei 35 Prozent. Der Koalitionspartner SPD verharrt bei 24 Prozent.

          In der Umfrage stellen die Deutschen der Flüchtlingspolitik der Regierung derweil ein vernichtendes Zeugnis aus. 81 Prozent der Befragten finden, die Bundesregierung habe die Situation nicht im Griff. Die Zustimmung zu Kanzlerin Angela Merkel (CDU) sackt demnach dramatisch ab. Sie verliert zwölf Punkte auf 46 Prozent und kommt damit auf den schlechtesten Wert seit August 2011.

          In der Flüchtlingspolitik befürworten inzwischen 63 Prozent der Befragten eine Obergrenze bei der Aufnahme von Schutzsuchenden, das sind zwei Punkte mehr als im Januar. Verschärfungen im Asylrecht finden breite Zustimmung. Die Kürzung von Sozialleistungen für Flüchtlinge, die sich nicht integrieren wollen, begrüßen 88 Prozent. 78 Prozent sind für die geplante Einstufung Algeriens, Marokkos und Tunesiens als sichere Herkunftsländer. 77 Prozent halten die Zurückweisung von Menschen ohne Asylanspruch gleich an der Grenze für gut.

          Dennoch ist die Akzeptanz einiger Fluchtgründe weiter hoch: 94 Prozent finden die Aufnahme von Flüchtlingen richtig, die vor Kriegen geflohen sind. Selbst bei AfD-Anhängern unterstützen dies 76 Prozent. 73 Prozent aller Befragten befürworten eine Aufnahme bei politischer oder religiöser Verfolgung. Bei den AfD-Anhängern unterstützen dies 50 Prozent. Nur 25 Prozent finden, dass Armutsflüchtlinge aufgenommen werden sollten, bei AfD-Anhängern nur fünf Prozent.

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