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Flüchtlingskrise : Schäuble verteidigt Vergleich mit Lawine

  • Aktualisiert am

Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble am 29.11.2015 in Berlin bei Günther Jauch. Bild: dpa

Wolfgang Schäuble setzt in der Flüchtlingskrise nicht nur darauf, die objektiven Probleme zu benennen. Um ihre Dimension Menschen verständlich zu machen, setzt er weiter auf einen Katastrophen-Vergleich.

          Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) hat seinen umstrittenen Vergleich der Flüchtlingszuwanderung mit einer Lawine verteidigt. „Das mit der Lawine, das ist mir sehr ernst“, sagte Schäuble am Sonntagabend in der letzten politischen Talkshow von Günther Jauch in der ARD.

          Man müsse nicht nur die objektiven Probleme benennen, sondern das Flüchtlingsproblem auch für Menschen verständlich machen. „In diesem Fall muss man es nicht nur menschenverständlich machen in Deutschland.“ Man müsse dies auch den Menschen in der ganzen Welt deutlich machen, sagte Schäuble.

          Zugleich wies er Spekulationen zurück, er habe mit dem Bild vom „unvorsichtigen Skifahrer“, der eine Lawine auslösen könne, Kanzlerin Angela Merkel (CDU) wegen ihrer Flüchtlingspolitik gemeint. Er habe der Kanzlerin gesagt, es tue ihm leid, sagte Schäuble. Auch habe er Merkel gegenüber betont: „Ich hab’ bei Ihnen alle möglichen Vorstellungen, aber nicht die von einem Skifahrer.“

          Grundsätzlich zeigte er sich optimistisch, die Flüchtlingskrise meistern zu können. Bei größeren Herausforderungen dauere es eine Weile, aber dann gebe es Bewegung. „Deshalb bin ich ganz zuversichtlich: Wir werden das meistern“, so Schäuble weiter. „Europa kommt nur in Krisen
          voran. „Deswegen sind Krisen auch immer Chancen.“

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