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Flüchtlinge vor Lampedusa : Zwei Migranten verlassen „Sea-Watch 3“

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Ein elf Jahre alter Flüchtlingsjunge verlässt am frühen Freitag, umhüllt von einer Wärmedecke, die „Sea-Watch 3“ nahe des Hafens von Lampedusa. Bild: Reuters

Seit zwei Wochen harren Dutzende Flüchtlinge vor der italienischen Insel aus. Am frühen Morgen dürfen zwei von ihnen aus medizinischen Gründen von Bord. Doch das Patt um das Schiff dauert an.

          Das Patt um das Schiff der deutschen Hilfsorganisation Sea-Watch vor Lampedusa dauert an. In der Nacht auf Freitag durften ein 19 Jahre alter Passagier und sein minderjähriger Bruder aus medizinischen Gründen an Land, wie die Besatzung mitteilte. Damit befinden sich noch 40 Migranten auf der „Sea-Watch 3“. Als Solidaritätsbekundung übernachteten fünf italienische Abgeordnete auf dem Schiff, unter ihnen der frühere Verkehrsminister Graziano Delrio vom sozialdemokratischen PD und der ehemalige Linken-Chef Nicola Fratoianni.

          Am Freitagmorgen kam in Lampedusa unterdessen ein anderes Flüchtlingsboot mit etwa 15 Personen an. Das Schiff habe ungehindert in den Hafen einfahren können, berichtete der italienische Sender Tgcom24. Die Finanzpolizei habe die Passagiere an der Mole in Empfang genommen.

          Die „Sea-Watch 3“ war am Mittwoch ungeachtet eines Verbots in die italienischen Hoheitsgewässer um Lampedusa eingefahren und liegt seitdem in Sichtweite des Hafens. Ein Versuch am Donnerstag, auf die Anlegestelle zuzusteuern, wurde von italienischen Sicherheitskräften beendet. Die Migranten waren vor mehr als zwei Wochen vor der libyschen Küste geborgen worden. Sie sind nach Angaben der Besatzung erschöpft.

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