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Asylsuchende in der EU : Umverteilung von Flüchtlingen weitgehend abgeschlossen

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Helfer der spanischen Organisation Proactiva Open Arms helfen Flüchtlingen von einem Rettungsboot: Die Zahlen Asylsuchender in der EU gehen zurück. Bild: AP

Deutschland nahm laut Innenministerium die meisten Asylsuchenden aus den südlichen EU-Ländern auf. Tatsächlich kamen aber viel weniger Menschen als zuvor angenommen.

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          Die Übernahme von Asylsuchenden aus Italien und Griechenland ist nach Angaben der Bundesregierung weitgehend abgeschlossen. Eine Sprecherin des Bundesinnenministeriums sagte der Zeitung „Die Welt“, in den kommenden Wochen werde es nur noch vereinzelt Überstellungen geben, die im vergangenen Jahr nicht mehr möglich gewesen seien. Die Vereinbarung zur Umverteilung endete offiziell bereits im vergangenen September.

          Auf dem Höhepunkt der Flüchtlingskrise hatten die Innenminister im September 2015 mehrheitlich beschlossen, bis zu 120.000 Flüchtlinge aus Griechenland und Italien auf andere EU-Länder umzuverteilen. Tatsächlich verteilt wurden am Ende aber nur 33.000. Deutschland nahm 10.265 Schutzsuchende auf; ursprünglich zugesagt hatte es die Übernahme von 27.000 Menschen.

          Laut Bundesinnenministerium hatten deutlich weniger Flüchtlinge als erwartet die Kriterien für eine Umsiedelung erfüllt, berichtete das Blatt. An dem Umverteilungsprogramm können nur Flüchtlinge kommen, die aus Herkunftsstaaten mit einer Asylchance von 75 Prozent kommen.

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