https://www.faz.net/-gpf-86vjt

China : Tausende Festnahmen wegen „Internetverbrechen“

  • Aktualisiert am

Laut einer Prognose werden im kommenden Jahr etwa 700 Millionen Chinesen das Internet nutzen. Bild: AFP

In China ist die Kampagne zur „Reinigung des Internets“ angelaufen. Die Behörden haben nach eigenen Angaben 66.000 Websites geprüft und 15.000 Menschen festgenommen.

          1 Min.

          Chinesische Behörden haben landesweit 15.000 Menschen festgenommen, die angeblich in Verbindung mit Onlinekriminalität stehen. Das teilte das Ministerium für öffentliche Sicherheit am Mittwoch auf seiner Website mit. Demnach habe die Polizei 7400 Fälle von Internetkriminalität untersucht und werde auch weiterhin daran arbeiten, „kriminelle Onlinebanden“ zu zerschlagen.

          Insgesamt habe die Behörde bei ihren Ermittlungen 66.000 Websites ins Visier genommen. Offen blieb, auf welchen Zeitraum sich die genannten Zahlen beziehen. Es seien unter anderem Websites mit „illegalen und gefährlichen Informationen“ sowie Werbung für Onlineglücksspiel und Pornografie aus dem Verkehr gezogen worden.

          Im vergangenen Monat hatten die Behörden eine Kampagne zur „Reinigung des Internets“ angekündigt, die sechs Monate dauern sollte. Anfang Juli hatte Chinas Parlament zudem ein neues Sicherheitsgesetz verabschiedet, das der Polizei im Internet noch weiter reichende Durchgriffsmöglichkeiten als bisher überträgt. Es ermächtigt die Ermittler zu „allen notwendigen Maßnahmen“, um die Sicherheit im Internet zu gewährleisten.

          Kritiker befürchten, dass so die Meinungsfreiheit in China weiter eingeschränkt wird. Auch ausländische Unternehmen sind besorgt, weil ihre Server künftig leichter ausgespäht werden könnten.

          Weitere Themen

          Kein Ende der Krise in Sicht

          Katalonien-Konflikt : Kein Ende der Krise in Sicht

          Die teils gewaltsamen Proteste in Barcelona und Katalonien halten an. Seit Freitag wurden nach Behördenangaben mehr als 180 Menschen verletzt, es gab 80 Festnahmen. Die Sicherheitskräfte sind überfordert.

          Topmeldungen

          Brexit-Deal : Kein Tag der Entscheidung

          Auch Boris Johnson ist nicht immun gegen das, was seiner Vorgängerin Theresa May widerfahren war. Mehr als drei Jahre nach dem Referendum liegt der Austritt des Vereinigten Königreichs weiter im Nebel. Vielleicht kann das bei einem Thema von dieser Bedeutung nicht anders sein.
          Berlin regelt das Wohnen neu.

          Mietendeckel und mehr : Vermieter, hört die Signale!

          Was der rot-rot-grüne Senat in Berlin ausgeheckt hat, ist der wohl drastischste Eingriff in die deutsche Eigentumsordnung seit Jahrzehnten.

          Zukunft der Menschheit : Eine Batterie für alles!

          Mit einem Handy fing alles an, inzwischen geben Autohersteller jährlich dutzende Milliarden dafür aus: Lithium-Ionen-Akkus treiben heute zahllose Geräte an. Die größte Zeit der Batterien steht aber noch bevor.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.