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FDP : Westerwelle will an „Strategie 18“ festhalten

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Die FDP will die Strategie 18 trotz ihres enttäuschenden Abschneidens bei der Bundestagswahl fortsetzen.

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          Der FDP-Vorsitzende Guido Westerwelle will auch nach dem schlechten Abschneiden bei der Bundestagswahl an der „Strategie 18“ festhalten. „Ich werde dafür sorgen, dass in der FDP die Strategie 18 der Unabhängigkeit einer Partei für das ganze Volk fortgesetzt wird. Wenn etwas beim ersten Mal nicht sofort so klappt, dann versucht man einen zweiten Anlauf“, sagte er am Sonntag beim Bundeskongress der Jungen Liberalen in Hannover.

          Generalsekretärin Cornelia Pieper hatte hingegen erklärt, die FDP wolle die nächsten Landtagswahlkämpfe für den 2. Februar in Hessen und Niedersachsen nicht mit der Zielvorgabe von 18 Prozent bestreiten. „Die dahinter stehende Strategie, als selbstbewusste, eigenständige Kraft aufzutreten, bleibt jedoch richtig“, sagte sie der Zeitschrift „Super Illu“.

          „Nicht um Trüben fischen“

          Ein Parteisprecher betonte, Pieper habe die „Strategie 18“ damit keineswegs aufgegeben. Sie habe nur von Zielmarken bei zwei Landtagswahlen gesprochen, über die ohnehin von den Landesverbänden selbst entschieden werde.

          Bei der Bundestagswahl am 22. September war die FDP weit hinter ihren Erwartungen zurück geblieben. „7,4 Prozent, das ist zwar wenig. Aber 7,4 Prozent aus eigener Kraft, das ist ein Substanzgewinn, auf den wir aufbauen müssen“, sagte Westerwelle. Die FDP wolle als liberale Kraft wachsen, nicht, „indem sie anfängt im Trüben zu fischen“, sagte Westerwelle.

          „Und deswegen verbitte ich mir die Diskussion, ob man irgendwo an irgendwelchen Rändern noch mal dies oder jenes für die FDP gewinnen könne, mit irgendwelchen grotesken Forderungen, Auftritten oder Flugblättern“, sagte der FDP-Chef unter Anspielung auf den nordrhein-westfälischen Landesvorsitzenden Jürgen Möllemann, ohne jedoch dessen Namen zu erwähnen.

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