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FDP : Neues Selbstbewusstsein auch ohne Punkte

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Ohne Punkte dot.com-tauglich Bild: FDP

Auf gleiche Augenhöhe mit den Volksparteien SPD und CDU will der neue Liberalen-Chef Guido Westerwelle seine Partei führen. Zumindest in drei Punkten hat er dieses Ziel schon erreicht: den drei Punkten im Logo der Partei.

          Auf gleiche Augenhöhe mit den Volksparteien SPD und CDU will der neue Liberalen-Chef Guido Westerwelle seine Partei führen. Zumindest in drei Punkten hat er dieses Ziel schon erreicht: den drei Punkten im Logo der Partei. Die gehören seit dem am Sonntag zu Ende gegangenen Bundesparteitag endgültig der Vergangenheit an. Die F.D.P. ist ab sofort wieder die FDP - ohne Punkt und ohne Komma, wie SPD und CDU auch.

          Ihren Ursprung hatten die drei Punkte im symbolträchtigen Jahr 1968. Die FDP bereitete damals den Koalitionswechsel zur SPD vor, den wichtigsten parteipolitischen Umbruch ihrer Nachkriegsgeschichte. Für die typografische Entsprechung dieses Wechsels im Parteilogo sorgte der Legende zufolge ein Handwerker im Fraktionstrakt des damaligen Bonner Bundestags. Der befestigte ein Hinweisschild für das Büro des gerade neu gewählten FDP-Fraktionschefs Wolfgang Mischnik provisorisch mit drei Schrauben. Und diese drei Schrauben wurden zu den drei Punkten der F.D.P.

          F-dot-D-dot-P-dot

          „Werbliche Stopper“ nannten die Werbestrategen der Partei anno 68 ihr neues liberales Interpunktionsverständnis. Damit stießen sie nicht immer auf einhellige Begeisterung. Zwar gehörten die drei Punkte fortan fest zum Logo der Partei. Die Fraktion ließ sie aber zwischenzeitlich auch schon mal weg, um ihre Unabhängigkeit zu demonstrieren.

          Weil im Zeitalter von „dot.com“ für altmodische Punkte kein Platz mehr ist, wandern sie jetzt endgültig auf den Müllhaufen der Parteigeschichte. Denn F-dot-D-dot-P-dot ist einfach keine Internet-taugliche Adresse. Und auch die neue Wahlkampfstrategie soll sich im neuen Logo widerspiegeln. Für eine Partei, die 18 Prozent anstrebt, sei www.fdp.de einfach zu klein, befand Parteivorsitzender Guido Westerwelle. Ab sofort müssen also wieder Großbuchstaben her.

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