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FDP : Möllemann dementiert Rücktritt

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„Das ist reine Spekulation” Bild: dpa

Der Chef der nordrhein-westfälischen FDP, Jürgen Möllemann, hat Medienberichte über seinen freiwilligen Verzicht auf den Landesvorsitz dementiert.

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          Der Chef der nordrhein-westfälischen FDP, Jürgen Möllemann, hat Medienberichte über seinen freiwilligen Verzicht auf den Landesvorsitz dementiert.

          Die Zeitung „Die Welt“ berichtete am Freitag, Möllemann wolle „heute seinen Verzicht“ erklären und
          gemeinsam mit Parteichef Guido Westerwelle die Bundestagsabgeordnete Ulrike Flach als Nachfolgerin nominieren.“ Möllemann sagte dazu: „Diese Meldung kann ich mir nicht erklären. Es ist reine Spekulation, ich habe mit niemandem über so etwas gesprochen.“

          Parteitag absagen?

          Die Zeitung hatte berichtet, Möllemann wolle an diesem Freitag seinen Verzicht auf den Landesvorsitz erklären und gemeinsam mit Westerwelle die Mülheimer Bundestagsabgeordnete Flach als seine Nachfolgerin vorschlagen. Bundes- und Landes-FDP würden nach dieser Vereinbarung den für kommenden Montag geplanten Sonderparteitag der NRW-FDP absagen.

          Bei dem Sonderparteitag sollte der Stellvertreter Möllemanns in der NRW-FDP-Spitze, Andreas Pinkwart, sich einer Kampfabstimmung gegen Möllemann stellen. Noch am Mittwoch hatte Westerwelle nach einem Gespräch mit dem um eine Versöhnung bemühten Möllemann auf einen Führungswechsel in der Parteispitze in Nordrhein-Westfalen bestanden.

          Auslöser der von der FDP-Bundesspitze betriebenen Ablösung Möllemanns war die von dem NRW-Landeschef wiederangefachte Antisemitismusdebatte kurz vor der Bundestagswahl. Westerwelle führt unter anderem darauf das schlechte Abschneiden seiner Partei zurück. Die FDP-Spitze wirft Möllemann Wortbruch vor, da er entgegen Absprache eine umstrittene Wahlkampfbroschüre verteilt haben lassen soll, die den Antisemitismusstreit wiederbelebte.

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