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FDP : Möllemann bleibt Präsidiumssitzung fern

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Obwohl FDP-Vize Jürgen Möllemann zur Präsidiumssitzung geladen war, ist er dort am Montagmorgen nicht erschienen.

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          Das FDP-Präsidium ist am Montag in Berlin zu Beratungen über das Wahlergebnis und die Zukunft von Partei-Vize Jürgen Möllemann zusammengekommen. FDP-Generalsekretärin Cornelia Pieper sagte vor Beginn der Sitzung, man werde den Wahlkampf und mögliche Fehler genau unter die Lupe nehmen. „Ich glaube, dass uns zwei bis drei Prozentpunkte durch die Aktion von Herrn Möllemann verloren gegangen sind“, betonte Pieper.

          Der Berliner FDP-Chef Günter Rexrodt sagte, das schlechte Abschneiden der FDP sei zwar nicht „monokausal“ zu erklären, es gebe aber „Ereignisse, die dominieren“. Die umstrittene Flugblattaktion Möllemanns sei so ein Ereignis.

          Parteitag am kommenden Sonntag möglich

          Auch FDP-Fraktionschef Wolfgang Gerhardt machte Möllemann für das schwache Abschneiden der FDP mit verantwortlich. Auf die Frage, ob er glaube, dass Möllemann von sich aus zurücktrete, antwortete er: „Das weiß ich nicht“. Sollte Möllemann einen Rücktritt ablehnen, will das Präsidium dem Bundesvorstand bitten, einen Sonderparteitag einzuberufen. Dieser könnte nach Informationen aus Fraktionskreisen möglicherweise schon am kommenden Sonntag zusammentreten.

          Möllemann war zu Beginn der Sitzung nicht anwesend. Er hatte angekündigt, dass er sich auf der anschließenden Vorstandssitzung zu der einstimmigen Aufforderung des Präsidiums sich äußern wird, den stellvertretenden
          Parteivorsitz niederzulegen.

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