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FDP : Klinik: Möllemann braucht sechs Wochen Ruhepause

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Der nordrhein-westfälische FDP-Chef Möllemann wird nach seinem Schwächeanfall erst in vier bis sechs Wochen wieder arbeiten können.

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          Der Sonderparteitag der nordrhein-westfälischen FDP, bei dem über das politische Schicksal von Landeschef Jürgen Möllemann entschieden werden soll, kann voraussichtlich frühestens für Mitte November einberufen werden. Möllemann könne seine beruflichen Aufgaben „sicherlich in den nächsten vier bis sechs Wochen nicht wahrnehmen“, teilte die Raphaelsklinik in Münster am Mittwoch mit.

          Der umstrittene Politiker war am Wochenende mit Herzrhythmusbeschwerden in die Klinik eingeliefert worden. Möllemann benötige noch eine längere Genesungs- und Erholungsphase. „Auch auf Grund der schweren phsychischen und physischen Belastungen denen Herr Möllemann ausgesetzt war, dauert sein schwerer Erschöpfungszustand noch an“, hieß es. Zwar habe sich sein Gesundheitszustand weiter stabilisiert, doch seien noch weitere Untersuchungen nötig, hieß es weiter. Die Dauer seines Klinikaufenthaltes sei ungewiss.

          Die Landes-FDP hatte einen für vergangenen Montag anberaumten Sonderparteitag wegen Möllemanns Erkrankung verschoben. Auf dem Parteitag wollte Möllemann ebenso wie sein vom FDP-Bundesvorsitzenden Guido Westerwelle unterstützter Konkurrent um das Amt des Landesvorsitzenden, Andreas Pinkwart, die Vertrauensfrage stellen. Die stellvertretende FDP-Landesvorsitzende Ulrike Flach hat gesagt, einen Parteitag ohne Möllemann werde es nicht geben.

          Goergen ist aus der FDP ausgetreten

          Unterdessen erklärte der FDP-Wahlstratege Fritz Goergen seinen Austritt aus der Partei. Parteisprecher Martin Kothé sagte, ein entsprechendes Schreiben Goergens sei in der Parteizentrale eingegangen. Goergen schrieb demnach, seine Entscheidung habe mit dem aktuellen Streit an der FDP-Spitze und der Situation der Liberalen nach der Bundestagswahl nichts zu tun. Das Austrittsschreiben ging laut „Bild“-Zeitung sowohl an FDP-Chef Westerwelle, dessen Wahlkampfberater der 60-jährige Goergen war, als auch an Möllemann, dem Goergen zuvor als Wahlkampfberater gedient hatte.

          Goergen, der früher Fliszar hieß und den Nachnamen seiner Frau vor sechs Jahren annahm, gehört seit 30 Jahren zum innersten Zirkel der FDP. Vom heutigen Ehrenvorsitzenden Hans-Dietrich Genscher geworben, wurde er Bundesgeschäftsführer und stand jahrelang an der Spitze der parteinahen Friedrich-Naumann-Stiftung. Wegen des - von Goergen stets zurückgewiesenen - Vorwurfs der Nähe zum österreichischen Rechtspopulisten Jörg Haider fiel er jedoch in Ungnade und zog sich in die Unternehmensberatung zurück. 1999 reaktivierte Möllemann ihn jedoch für seine Partei.

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