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FAZ.NET-Sprinter : Optimistischer Ausblick und ethische Fragen

Unser Autor: Sven Astheimer Bild: Robert Wenkemann

Der Brexit-Grusel zieht sich jetzt bis Halloween und entgegen so mancher Prognose gewinnt Netanjahu die Wahlen in Israel. Der FAZ.NET-Sprinter.

          2 Min.

          Angesichts der Gruselgeschichte rund um den britischen Versuch, die Europäische Union zu verlassen, ist das neue Brexit-Datum eigentlich ganz passend: Zu Halloween, am 31. Oktober, läuft jetzt die nächste Frist ab, auf die sich die britische Premierministerin Theresa May in der Nacht mit ihren EU-Kollegen geeinigt hat. Ob es ihr gelingt, bis dahin eine Lösung für das Chaos zu finden, steht aber noch in den Sternen.

          Sven Astheimer

          Verantwortlicher Redakteur für die Unternehmensberichterstattung.

          Während die Frage nach der britischen Zukunft in Europa wohl eher ein Fall für Astrologen ist, sind Astronomen gerade mit einem anderen Phänomen beschäftigt: Von Schwarzen Löchern ist ja im Alltag häufiger mal die Rede. Etwa wenn es um die Haushaltspolitik geht oder um das Taschengeld der eigenen Kinder. Aber bislang hatte noch niemand eines tatsächlich gesehen, ihre Existenz leitete sich aus Albert Einsteins Allgemeiner Relativitätstheorie ab. Doch das ist nun Geschichte, denn das Event Horizon Telescope hat nun ein faszinierendes Bild vom Schatten eines solchen Phänomens geliefert. Unsere Wissenschaftsredakteurin Sibylle Anderl erklärt, warum dieses Mysterium Generationen nicht nur von Physikern in seinen Bann gezogen hat.

          Wesentlich irdischer geht es da schon bei den Wahlen in Israel zu. Der amtierende Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hat es entgegen so mancher Prognose wieder geschafft und mit seiner Likud-Partei sogar sein bestes Ergebnis unter seiner Führung eingefahren. Auch seine Probleme mit der Justiz haben die Wähler nicht davon abgehalten, ihm das Mandat für eine fünfte Amtszeit zu geben, wie Israel-Korrespondent Jochen Stahnke berichtet. Die nun beginnende Regierungsbildung dürfte spannend werden.

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          In Washington beginnt an diesem Donnerstag die Frühjahrstagung von Internationalem Währungsfonds und Weltbank unter keinen guten Zeichen. Der IWF-Kapitalmarktchef warnt schon im Vorfeld des prominent besetzten Treffens vor den turmhohen Unternehmensschulden, die sich mittlerweile angesammelt haben und in denen viele die mögliche Wurzel einer neuen Weltfinanzkrise vermuten. Gleichzeitig sinkt die Kreditwürdigkeit der Schuldner. Kein schönes Ambiente, vor dem die IWF-Chefin Christine Lagarde heute das Treffen eröffnen wird.

          Nur Bill McDermott will sich dem allgemeinen Pessimismus nicht anschließen. Der Amerikaner steht an der Spitze von Deutschlands wertvollstem Konzern und Europas wichtigstem IT-Unternehmen SAP. Dort haben zuletzt binnen kürzester Zeit zwei Vorstände hingeschmissen, und Tausende Stellen werden abgebaut. Alles nicht so wild, findet der Amerikaner: „SAP ist stärker als je zuvor“, sagt McDermott im Interview mit unserem Wirtschaftskorrespondenten Bernd Freytag. Let`s go!

          Und sonst? Der frühere Bundesfinanzminister und CSU-Chef Theo Waigel stellt in München seine Autobiographie vor, der Bundestag debattiert über ethische Fragen bei vorgeburtlichen genetischen Bluttests, und in Zürich fällt heute das Urteil gegen den Anwalt und Tippgeber Eckart Seith im Prozess um Wirtschaftsspionage zur Aufklärung der dubiosen Cum-Ex-Geschäfte.

          Die Nacht in Kürze:

          Die Briten bekommen mehr Zeit, dem Brexit-Vertrag doch noch zuzustimmen und einen Chaos-Austritt zu verhindern. Darauf einigte sich die EU mit der britischen Premierministerin Theresa May. Demnach gilt jetzt eine Frist bis Ende Oktober.

          Der größte deutsche Basketballer Dirk Nowitzki hat sein letztes Spiel in der NBA absolviert. Seine letzten Körbe bejubeln sogar die Anhänger des langjährigen Rivalen.

          Der Bund verfügt über rund 1000 Grundstücke, die nicht mehr benötigt werden. Deren Verkauf dürfte laut dem Chef der zuständigen Behörde das Wohnraumproblem aber nicht lösen.

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