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FAZ.NET-Countdown : Ein Apfel und eine Fischer

Rückblick ohne Zorn? Hillary Clinton beleuchtet den verlorenen Wahlkampf Bild: AP

Die Technikwelt richtet ihre Blicke auf ein kleines elektrisches Gerät mit riesiger Marge. Hillary Clinton fragt sich immer noch „what happened?“, und Frau Fischer singt atemlos in Hannover. Der Countdown mit den wichtigsten Themen des Tages.

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          Es gibt Tage, an denen ist das wichtigste Ereignis einfach Geschmackssache. So auch heute. An diesem Dienstag gibt es eine Fülle an Terminen, aber kein Ereignis, das zweifellos alle anderen überragt. Oder doch?

          Christoph Schäfer
          Verantwortlicher Redakteur für Wirtschaft und Finanzen Online.

          Nehmen wir beispielsweise Apple, für mich das wichtigste Ereignis heute. Der kultige Kommerzkonzern aus Amerika präsentiert heute Abend im „Steve Jobs Theater“ auf dem neuen Firmencampus „Apple Park“ neue iPhone-Modelle. Über Bildschirme, Gesichtserkennung und mögliche Preise ist schon mehr oder weniger spekulativ geschrieben worden. Für alle, die nichts davon gelesen haben: Die neuen Geräte werden mega-auflösend, top-modern und schweine-teuer. Aber: Ist ein neues Handy wirklich weltbewegend? Verglichen mit den schrecklichen Wirbelstürmen in den Vereinigten Staaten sicher nicht – andererseits stecken die auch nicht in unseren Hosentaschen und werden hoffentlich auch nicht zu unseren täglichen Begleitern.

          Unwichtig ist auch Hillary Clinton (noch) nicht. Die Präsidentschaftskandidatin, die gegen Donald Trump verloren hat (das muss man erst mal schaffen), veröffentlicht heute ihr Buch „What happened“ (Was geschah) zum Präsidentschaftswahlkampf 2016. Das Buch erscheint auf Englisch im Verlag Simon & Schuster und ist für politisch bewegte Menschen sicher interessant zu lesen. Andererseits kann man sich die Lektüre auch sparen, weil jeder politisch Interessierte auch ohne Clintons Buch schon weiß, „what happened“: Clinton stürzte über ihre E-Mail-Affäre, ihre Nähe zur Wall Street, ihren Ruf als Inkarnation des verhassten Politikbetriebs in Washington sowie über ihr Desinteresse für die Menschen im „rust belt“. Spannend ist somit eigentlich nur, was Clinton selbst für die Ursache ihrer Niederlage hält. Und das ist dann schon wieder viel weniger interessant.

          Die volle Punktzahl im Nachrichtenfaktor „Betroffenheit des Lesers“ wird sicher die Nachricht erreichen, dass mehr als 5000 kostenlose WLAN-Punkte in Europa geschaffen werden sollen, etwa in Krankenhäusern und Bibliotheken. Das wird das EU-Parlament in Straßburg heute beschließen. Nur: Neu ist das leider nicht. Das Parlament und die EU-Staaten hatten sich schon im Mai politisch darauf verständigt, die Einigung wird nun nur noch offiziell angenommen. Journalisten sprechen in solchen Fällen von einer „reinen Vollzugs-Meldung“ (dafür gibt es dann meist nur wenige Zeilen).

          Was Sie sonst noch interessieren könnte

          Die OECD gibt in Berlin eine Pressekonferenz zu ihrer Studie „Bildung auf einen Blick“. Darin findet sich ein Überblick über die Bildungssysteme in 35 Ländern mit Blick auf Bildungsbeteiligung und -verlauf, die Finanzierung sowie die Organisation von Schulen.

          Und falls Sie bisher nichts und niemand interessiert hat, ist das ja vielleicht etwas für Sie: Heute Abend startet die Deutschland-Tournee von Helene Fischer in der Tui Arena in Hannover. Das bedeutet, dass ich definitiv woanders sein werde.

          Von atemlos zu alternativlos: Unvermeidlich wird in 12 Tagen der nächste Bundestag gewählt. Falls Sie interessiert, welche Partei am besten für Ihren Geldbeutel ist, empfehle ich Ihnen einen Klick auf unseren neuen Steuerrechner. Hier können Sie genau sehen, wie teuer ein Wahlsieg der Linkspartei für Ihren Geldbeutel wäre. Oder auch, was die Vorschläge der CDU für Ihre Finanzen bedeuten. Einfach mal klicken, es lohnt sich!

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