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FAZ.NET-Chronologie : Stromkabel zum Reaktor 2 verlegt

  • Aktualisiert am

Der schwer beschädigte Reaktor 4 Bild: dapd

Verzweifelt kämpfen die Männer im Kraftwerk Fukushima gegen die drohende Atomkatastrophe. Die Strahlung im Evakuierungsgebiet hat sich offenbar deutlich erhöht - und es ist ein Video aufgetaucht, das zeigt: Die Meiler sind erheblich beschädigt. Die Ereignisse vom 17. März in der Chronologie.

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          Nach dem verheerenden Tsunami stemmt sich Japan gegen einen Super-GAU im Atomkraftwerk Fukushima, von der auch die Hauptstadt Tokio betroffen sein könnte. Die Ereignisse vom 17. März in der Chronologie.

          22.31 Uhr - Die Arbeiten zur Verlegung eines Stromkabels zum Reaktor 2 des Atomkraftwerks Fukushima wurden nach Angaben der Internationalen Atomenergieorganisation (IAEA) erfolgreich abgeschlossen. Die Stromversorgung soll aber erst dann wieder aufgenommen werden, wenn die Maßnahmen zur Wasserkühlung des Reaktors 3 von außen abgeschlossen seien, teilten die japanischen Behörden der IAEA mit. Nach einer Meldung der Nachrichtenagentur Kyodo könnte der Strom am Freitag oder Samstag im Reaktor 2 angeschaltet werden. Es ist aber unklar, ob das Kühlsystem des Reaktors noch so intakt ist.

          20.54 Uhr - Der amerikanische Präsident Barack Obama hat angesichts der Nuklearkatastrophe in Japan eine Sicherheitsüberprüfung für die amerikanischen Reaktoren angeordnet. Die amerikanischen Atomkraftwerke seien in der Vergangenheit immer wieder „intensiv geprüft“ und für sicher befunden worden, sagte Obama. Die Regierung habe jedoch eine Verpflichtung, aus den Vorgängen in Japan zu lernen. Obama sagte, die beschädigten Reaktoren in Fukushima stellten für Menschen in der Umgebung ein „bedeutendes Risiko“ dar.

          18.48 Uhr - Die aus dem beschädigten Atomkraftwerk Fukushima austretende radioaktive Strahlung stellt nach Angaben der amerikanische Regierung derzeit keine Bedrohung für die Vereinigten Staaten dar. Dies gelte auch für die westlichen amerikanischen Staaten und die Territorien im Pazifik.

          Beim Flug über die...

          18.25 Uhr - In Japan steigt die Furcht vor verseuchtem Essen. Die Regierung wies die lokalen Behörden am Donnerstag an, heimische Produkte auf Radioaktivität zu testen. „Die Tests erstrecken sich vor allem auf frische Produkte aus Regionen, die mit dem Unfall zu tun haben“, sagte der stellvertretende Gesundheitsminister Kohei Otsuka nach Angaben der Nachrichtenagentur Kyodo. Verpflichtet zu den Tests seien aber sämtliche Behörden im ganzen Land. Bisher seien allerdings bei keinem Nahrungsmittel höhere Belastungen als erlaubt gefunden worden, betonte das Ministerium. Die jetzt aufgestellten Grenzwerte seien höher als internationale Standards. Würden sie überschritten, könnten die Behörden Lieferungen aus dem Verkehr ziehen. Künftig gilt ein Limit von 200 Becquerel Cäsium pro Kilogramm Milch und von 500 Becquerel pro Kilogramm Gemüse, Getreide, Fleisch und Eier. Für radioaktives Jod gilt ein Höchstwert von 300 Becquerel pro Kilogramm Trinkwasser und 2000 Becquerel pro Kilogramm Gemüse.

          17.59 Uhr - Das amerikanische Verteidigungsministerium hat ein Spezialistenteam für den Kampf gegen die Atomkatastrophe nach Japan geschickt. Dem japanischen Militär würden neun Experten für biologische und nukleare Gefahren zur Seite gestellt, sagte Pentagon-Sprecher Dave Lapan am Donnerstag in Washington. Zudem habe Verteidigungsminister Robert Gates 35 Millionen Dollar (25 Millionen Euro) für erste humanitäre Hilfsleistungen durch das amerikanische Militär freigegeben.

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