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Selbstbezeichnung „Faschist“ : AfD entlässt offenbar langjährigen Pressesprecher Lüth

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Christian Lüth (Mitte) auf dem 8. Bundesparteitag der AfD im Congresszentrum in Hannover am 02. Dezember 2017. Bild: Daniel Pilar

Er soll sich selbst als „Faschist“ bezeichnet und auf seine „arische“ Abstammung verwiesen haben. Nun hat der Fraktionsvorsitzende Alexander Gauland Christian Lüth überraschend gefeuert.

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          Die AfD hat ihren langjährigen Partei- und Fraktionspressesprecher Christian Lüth einem Bericht zufolge gefeuert, nachdem er sich selbst als „Faschist“ bezeichnet habe. Lüth sei am Freitag mit sofortiger Wirkung freigestellt. worden, berichtete „Zeit Online“ am Sonntag unter Berufung auf Parteikreise. Von Partei und Fraktion war zunächst keine Stellungnahme zu erhalten.

          Die AfD hatte dem Bericht zufolge über Wochen eine „arbeitsrechtliche Prüfung“ vorgenommen, die nun zum Rauswurf von Lüth führte. Die Entscheidung habe der Fraktionsvorsitzende Alexander Gauland getroffen und danach den Fraktionsvorstand informiert. Parteichef Tino Chrupalla bestätigte „Zeit Online“ die Entlassung am Sonntag.

          Der 43 Jahre alte Lüth arbeitete den Angaben zufolge seit 2013 für die AfD. Nach dem Einzug der Partei in den Bundestag 2017 wurde er dann Pressesprecher der Fraktion.

          Dem Bericht zufolge soll sich Lüth selbst als „Faschist“ bezeichnet und mit Bezug auf seinen Großvater von seiner „arischen“ Abstammung gesprochen haben. Wolfgang Lüth war Korvettenkapitän und hatte im Zweiten Weltkrieg als U-Boot-Kommandant der Kriegsmarine gekämpft.

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