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Familienpolitik : Frankreich will Vaterschaftsurlaub verlängern

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Zwei Wochen lang soll sich der Franzose dran gewöhnen dürfen Bild: dpa

Französischen Väter sollen zur Geburt ihres Kindes eine zweiwöchige Baby-Pause erhalten.

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          In Frankreich wird im kommenden Januar ein zweiwöchiger Vaterschaftsurlaub eingeführt. An der Geburt eines Kindes sollten Vater und Mutter „gemeinsam unter den bestmöglichen Bedingungen“ beteiligt sein, sagte der sozialistische Premierminister Lionel Jospin am Montag bei der Vorstellung der Reform.

          Familienministerin Ségolène Royal will mit dem Vaterschaftsurlaub das Familienleben fördern und eine Angleichung der Rollen von Mann und Frau erreichen. Dabei orientiert sie sich an den Regelungen in Skandinavien: In Dänemark gibt es einen Vaterschaftsurlaub von zwei Wochen, in Finnland erhalten Väter drei Wochen Urlaub, in Schweden sogar einen Monat.

          Die Kosten des Vaterschaftsurlaubs wurden vom Pariser Familienministerium auf 700 Millionen Franc (rund 210 Millionen Mark) pro Jahr veranschlagt. Bislang erhielten Männer in Frankreich - ähnlich wie in Deutschland, Spanien, Großbritannien und Italien - bei der Geburt eines Kindes drei Tage Sonderurlaub. Ursprünglich wollte Royal einen Vaterschaftsurlaub von vier Wochen einführen. Sie will allgemein ein höheres „Verantwortungsbewusstsein“ von Vätern erreichen. Royal wies darauf hin, dass in Frankreich jährlich 20.000 Babys geboren werden, die von ihren Vätern nicht als leibliche Kinder anerkannt werden.

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