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Familiennachzug : Seit 2015 rund 322.000 Visa erteilt

  • Aktualisiert am

Eine Familie aus Syrien im Grenzdurchgangslager Friedland im April 2016 Bild: dpa

Die meisten Einreisegenehmigungen gingen einem Zeitungsbericht zufolge an Syrer und Iraker. Wie viele Migranten ihre Familien noch nachholen wollen, sei unklar.

          Deutschland hat seit Januar 2015 weltweit rund 322.000 Visa zur Familienzusammenführung erteilt. Das berichtet die „Bild“-Zeitung und beruft sich dabei auf neue Zahlen des Außenministeriums.

          Demnach erteilte das Auswärtige Amt 2015 72.681 Visa zum Familiennachzug und 2016 103.883. 2017 waren es 117.992 und im ersten Quartal 2018 27.551 Visa. Der größte Anteil der Visa zur Familienzusammenführung ging dabei an Syrer (33,75 Prozent) und Iraker (7,55 Prozent).

          Eine Prognose, wie viele Migranten insgesamt noch ihre Familien nachholen wollen, sei nach Angaben der Bundesregierung nicht möglich, so die Zeitung. Es sei „nicht bekannt, wie viele nachzugsberechtigte Angehörige jeder Schutzberechtigte hat (diese Zahl wird vom Bamf nicht erfasst) und wie viele von ihnen er tatsächlich nachholen wird“, zitiert das Blatt aus Unterlagen der Regierung.

          Ab August gelten neue Regeln. Dann dürfen subsidiär geschützte Flüchtlinge wieder ihre sogenannte Kernfamilie nachholen. Das gilt für höchstens 1.000 Angehörige pro Monat, also 12.000 pro Jahr.

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