https://www.faz.net/-gpf-7l9d9

Familienarbeitszeit : Schwesig will nicht locker lassen

  • Aktualisiert am

Familienministerin Manuela Schwesig (SPD) Bild: Lüdecke, Matthias

Mit ihrem Vorschlag, Eltern eine 32-Stunden-Woche mit Lohnausgleich zu gewähren, war Familienministerin Manuela Schwesig (SPD) bei der Kanzlerin abgeblitzt. Trotzdem will sie ihn weiter verfolgen.

          1 Min.

          Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig (SPD) will weiter nach Möglichkeiten suchen, ihr Projekt der Familienarbeitszeit umzusetzen. „Ich möchte mit Arbeitgebern und Gewerkschaften über Modelle diskutieren, wie es möglich ist, gerade in den Zeiten, wo es dick kommt für die Familien, auch Zeit zu reduzieren“, sagte Schwesig am Sonntag im ARD-Fernsehen. Es müsse für Männer als auch Frauen möglich sein zu arbeiten, ohne sich zwischen Job und Familie entscheiden zu müssen. „Und diese Diskussion möchte ich anstoßen“, sagte Schwesig.

          Dass sie mit ihrem Vorschlag einer 32-Stunden-Woche für Eltern bei Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) abblitzte, nehme sie „sportlich“, sagte die SPD-Politikerin. Nicht jede Diskussion sei gleich ein Streit.

          „Ich denke über Legislaturperioden hinaus“

          Schwesig hatte vorgeschlagen, eine 32-Stunden-Woche für Eltern zu ermöglichen und einen Teil des Lohnausfalls aus Steuern zu finanzieren. Regierungssprecher Steffen Seibert sagte dazu am Freitag, es handle sich um einen „persönlichen Debattenbeitrag“ der Ministerin.

          Schwesig sagte in der ARD, viele große gesellschaftliche Themen brauchten Zeit. Das habe sich etwa bei den Debatten über den Mindestlohn, das Elterngeld und die Frauenquote gezeigt. „Ich denke über Legislaturperioden hinaus“, sagte die Ministerin. Konkret wolle sie das abarbeiten, was im Koalitionsvertrag stehe. So sollten Eltern, die ihre Arbeitszeit für Kinder reduzieren, beim Elterngeld nicht benachteiligt werden. Außerdem sei bereits ein Rückkehrrecht von Teilzeit auf Vollzeit beschlossen.

          Weitere Themen

          Topmeldungen

          Borussia Dortmund jubelt über den Sieg über Leipzig.

          3:2 gegen Leipzig : BVB-Sieg macht Bayern zum Meister

          Der BVB gewinnt die dramatische Generalprobe für das DFB-Pokalfinale gegen Leipzig und überholt Frankfurt vorerst im Kampf um die Champions League. Die Niederlage von RB sorgt für Jubel beim Meister in München.
          Rentner an der Côte d'Azur in Nizza.

          F.A.S. exklusiv : Corona steigert die Rente

          In der Corona-Krise sinken die Löhne, dann steigen sie wieder. Allein das führt dazu, dass die Rentenversicherung künftig jedes Jahr zusätzliche Milliarden auszahlt.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.