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Fall Politkowskaja : Alibi-Prozess

  • -Aktualisiert am

Die Nonchalance, mit der Putin den Tod der Journalistin Anna Politkowskaja kommentierte, bleibt unvergessen. Schon damals wurde bezweifelt, dass die Tat je aufgeklärt würde. Dass die Geschworenen die drei Angeklagten jetzt für unschuldig befanden, passt ins Bild.

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          Ihre mutigen Berichte über Menschenrechtsverletzungen in Tschetschenien haben die Journalistin Anna Politkowskaja berühmt gemacht. Zur Symbolfigur für die herrschenden Verhältnisse in Russland unter Präsident Putin wurde sie aber erst durch ihre kaltblütige Ermordung am 7. Oktober 2006 im Flur des Hauses, in dem sie lebte.

          Die Nonchalance, mit der Putin ihren Tod kommentierte, bleibt unvergessen. Schon damals wurde bezweifelt, dass die Tat je aufgeklärt würde. Vor Gericht kamen schließlich zwei tschetschenische Brüder und ein Moskauer Polizist, die in die Tat verwickelt gewesen sein sollen. Der Täter aber, angeblich ein Bruder der beiden angeklagten Tschetschenen, soll ins Ausland geflüchtet sein. Und über den oder die Auftraggeber konnten die Ermittler offenbar nichts herausfinden.

          Auch sonst trug der Prozess alle Kennzeichen einer Alibiveranstaltung. Dass die Geschworenen die drei Angeklagten jetzt für unschuldig befanden, passt ins Bild. Immerhin haben sie so verhindert, dass ein paar armen Teufeln die Verantwortung für den Mord in die Schuhe geschoben wird.

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