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Fall Mixa : Roma locuta

Der Papst hat gesprochen: Mixas Amtsverzicht ist endgültig. Die Gründe waren unabweisbar, denn der „kultivierte Konservative“ fiel keinem Rufmord zum Opfer. Mixa war ein Mann, dessen Lebenswandel der Kirche zum Schaden gereichte.

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          Ein ungewöhnlicher Vorgang hat einen ungewöhnlichen Abschluss gefunden: Acht Wochen nach der Annahme des Rücktrittsgesuchs hat Papst Benedikt XVI. dem vormaligen Augsburger Bischof Mixa eine Audienz gewährt und deren Ergebnis in Form eines unmissverständlichen Kommuniqués bekannt gegeben.

          Von einer Rehabilitierung des Bischofs ist nicht die Rede – und noch weniger davon, dass der Papst die Berechtigung des Rücktritts in Zweifel gezogen hat. So endgültig der Amtsverzicht des Bischofs seit Donnerstag ist, so unabweisbar waren die Gründe, die den Rücktritt im April geboten sein ließen und die den Papst im Mai zu dessen Annahme zwangen. Nach der Veröffentlichung dieses Kommuniqués ist auch die vorläufig letzte Verteidigungslinie zusammengebrochen, die Mixas Umgebung Mitte Juni aufgebaut hatte: Der Bischof ist nicht der „kultivierte Konservative“, der einem Rufmord unter Brüdern zum Opfer fiel. Mixa war ein Mann, dessen Lebenswandel der Kirche — je länger desto mehr — zum Schaden gereichte. Roma locuta, causa finita?

          Daniel Deckers

          in der politischen Redaktion verantwortlich für „Die Gegenwart“.

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