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Vor den Kongresswahlen : Facebook blockiert verdächtige Konten

  • Aktualisiert am

Im „War Room“ in Kalifornien gehen Facebook-Mitarbeiter gegen Wahlbeeinflussung auf Facebook und Instagram vor. Bild: AFP

Kurz vor den Zwischenwahlen in Amerika hat sich Facebook zu einem ungewöhnlichen Schritt entschlossen: Es sperrte 115 verdächtige Nutzerkonten – aus Eile auch ohne eingehende Untersuchung.

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          Facebook hat kurz vor den Kongresswahlen in den Vereinigten Staaten Dutzende verdächtige Konten gesperrt, um einer möglichen Einmischung in die Abstimmung vorzubeugen. Die bisher entdeckten 30 Facebook- und 85 Instagram-Konten könnten ausländischen Betreibern gehören, schrieb Facebook am Montagabend (Ortszeit). Demnach hatten amerikanische Sicherheitsbehörden am Sonntag das Unternehmen kontaktiert und auf verdächtiges Verhalten auf den Accounts aufmerksam gemacht.

          Die gesperrten Konten werden jetzt tiefergehend untersucht, wie der für Cybersicherheit bei Facebook zuständige Mitarbeiter Nathaniel Gleicher weiter mitteilte. Die meisten Facebook-Seiten, die mit diesen Accounts verbunden sind, seien augenscheinlich in französischer oder russischer Sprache betrieben worden. Die Instagram-Konten indes seien in englischer Sprache gewesen und hätten entweder Berühmtheiten oder politische Debatten zum Thema gehabt, so Facebook.

          „Normalerweise würden wir unsere Analyse vertiefen, bevor wir etwas öffentlich mitteilen“, schrieb Facebook. „Doch da wir nur einen Tag von den wichtigen Wahlen in den Vereinigten Staaten entfernt sind, wollten wir die Menschen über unseren Schritt und die Gründe dafür informieren.“

          In den Vereinigten Staaten steht nach wie vor der Verdacht im Raum, Russland habe sich bei der Präsidentenwahl 2016 zugunsten von Donald Trump eingemischt. Die Ermittlungen dauern an, um zu klären, ob Trumps Wahlkampfteam geheime Absprachen mit Russland traf.

          Am Dienstag finden die Zwischenwahlen – die Wahlen zur Halbzeit von Trumps Amtszeit – statt. Für Trumps Republikaner geht es darum, ihre Mehrheit in beiden Kammern des amerikanischen Kongresses – Repräsentantenhaus und Senat – gegenüber den Demokraten zu verteidigen.

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