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F.A.Z. exklusiv : Schäuble rückt von Flüchtlings-Umverteilung ab

  • -Aktualisiert am

„Die europäische Einigung baut immer auch auf der Zusammenarbeit zwischen Frankreich und Deutschland auf“, sagt Wolfgang Schäuble. Bild: Frank Röth

Die Einheit Europas ist wichtiger, als Flüchtlingsquoten zu erfüllen. Das sagt Bundestagspräsident Schäuble im Interview. Sein französischer Amtskollege de Rugy warnt: Der Migrationsstrom wird nicht abreißen.

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          Herr Bundestagspräsident, Herr Präsident der Nationalversammlung, warum benötigen wir einen neuen deutsch-französischen Freundschaftsvertrag, obwohl Deutschland und Frankreich doch in der EU schon eng zusammenarbeiten?

          Michaela Wiegel

          Politische Korrespondentin mit Sitz in Paris.

          Schäuble: Die europäische Einigung baut immer auch auf der Zusammenarbeit zwischen Frankreich und Deutschland auf. Es gibt darüber hinaus eine Reihe von Fragen, die in der EU national bleiben und die wir deshalb gemeinsam machen, zum Beispiel die Sprachenpflege, die Stärkung der Grenzregionen, die Ausbildung. Wenn wir etwa in der Unternehmensbesteuerung schneller als Europa vorangehen wollen, dann führt der Weg über eine deutsch-französische Vereinbarung. Deswegen haben wir es für richtig gehalten, dass wir 55 Jahre nach dem Elysée-Vertrag mit einem neuen Vertrag einen Schritt in die Zukunft setzen. Im Übrigen haben wir damit eine gute Anregung aufgegriffen, die Präsident Macron in seiner Rede an der Sorbonne-Universität gegeben hat. Unsere Resolution sieht zudem vor, dass der Bundestag und die Nationalversammlung künftig intensiver als bislang zusammenarbeiten.

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