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Explosion in St. Petersburg : Putin spricht von „terroristischer Tat“

  • Aktualisiert am

Terrorakt? Schauplatz der Explosion in St. Petersburg Bild: MALTSEV/EPA-EFE/REX/Shutterstock

Nach einer Explosion in St. Petersburg hat das Nationale Antiterror-Komitee (NAK) die Ermittlungen übernommen. Im Internet wurde derweil das Bild eines Verdächtigen verbreitet.

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          Russlands Präsident Wladimir Putin hat die Explosion eines Sprengsatzes in einem Supermarkt in St. Petersburg als Terrorakt bezeichnet. „Gestern ist in St. Petersburg eine terroristische Tat verübt worden“, sagte Putin am Donnerstag in Moskau.

          Vorher war bekannt geworden, dass das Nationale Antiterror-Komitee (NAK) die Ermittlungen übernommen hat. Die Explosion sei durch eine selbstgebaute Bombe herbeigeführt worden, die in einem Schließfach in dem Supermarkt deponiert gewesen sei, teilte das NAK am Donnerstag mit. Die Bombe habe eine Sprengkraft gehabt, die „200 Gramm TNT gleichkommt“. Nach neuesten Angaben wurden 13 Menschen durch die Explosion verletzt.

          Die Bombe war am Mittwochabend in dem Supermarkt der Kette Perekrjostok in der russischen Metropole explodiert. Zunächst war von zehn Verletzten die Rede. Die Ermittler hatten zunächst erklärt, es werde keine Spur ausgeschlossen, Ermittlungen wegen Terrorverdachts wurden aber formell vorerst nicht eingeleitet. Die Staatsanwaltschaft hatte am Mittwochabend erklärt, es werde wegen versuchten Mordes ermittelt.

          Die Website Fontanka.ru veröffentlichte derweil am Donnerstag Bilder einer Überwachungskamera aus dem Supermarkt. Darauf war ein Mann in einer Kapuzenjacke mit einem offenbar schweren Rucksack zu sehen, der das Geschäft anschließend ohne den Rucksack wieder verließ.

          Im April waren bei einem Bombenanschlag in der U-Bahn von St. Petersburg 16 Menschen getötet und dutzende weitere verletzt worden. Zu der Tat bekannte sich eine Gruppe aus dem Umfeld des Terrornetzwerks al Qaida. Im Juli meldete der russische Inlandsgeheimdienst FSB die Festnahme von sieben Verdächtigen wegen Vorbereitung von „Terrorakten“ in St. Petersburg. Die Metropole gehört zu den Austragungsorten der Fußball-Weltmeisterschaft im kommenden Jahr.

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