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Verluste bei der Europawahl : Was die Volksparteien verlernt haben

Jetzt ist es Zeit für einen Wechsel im Kanzleramt: Annegret Kramp-Karrenbauer und Angela Merkel am Tag nach der Europawahl Bild: EPA

Im Wettbewerb mit den Grünen müssen Union und SPD wieder ein Gespür dafür entwickeln, was ihre Wähler umtreibt. Und CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer muss ins Kanzleramt.

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          Das Schlimmste ist nicht eingetreten. Das Europäische Parlament wird nicht von jenen beherrscht, die nicht nur das Parlament, sondern gleich die ganze EU abschaffen wollen. Die Erleichterung darüber ist den beiden deutschen Parteien, denen die europäische Integration seit jeher am Herzen liegt, jedoch kaum anzumerken. Denn der Erosionsprozess, unter dem besonders die SPD, zunehmend aber auch die CDU leidet, kam auch bei dieser Europawahl nicht zum Stehen.

          Konkurrenz machen ihnen nicht mehr nur die Nationalisten. In die Liga der Volksparteien ist ein Wettbewerber aufgestiegen, der – als Fleisch vom Fleische der SPD – schon immer der Sozialdemokratie Stimmen abnahm, sie zunehmend aber auch der CDU entführt. Die Grünen mauserten sich zum Schrecken der Roten und Schwarzen, weil sie zur Hoffnung jener Deutschen wurden, die nichts mehr anfangen können mit den Positionen und dem Stil der von Schwindsucht geplagten Volksparteien, aber auch nicht an den rechten Rand ausweichen wollen.

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