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Nach Doppelwahl : Jauch verteidigt „Zeit“-Chef di Lorenzo

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Mit seinem Bekenntnis zur Doppelwahl irritierte di Lorenzo in Jauchs Sendung sogar den Finanzminister. Bild: dpa

„Absurd“, „gemein“ und „einfach nur daneben“: Günther Jauch nimmt den „Zeit“-Chefredakteur Giovanni di Lorenzo in Schutz. Der Journalist hatte in Jauchs Talkshow erzählt, dass er bei der Europawahl zweimal seine Stimme abgab.

          Nach seiner doppelten Stimmabgabe bei der Europawahl erhält „Zeit“-Chefredakteur Giovanni di Lorenzo Rückendeckung von Fernsehmoderator Günther Jauch. Was in der öffentlichen Debatte aus dieser „Petitesse“ entstanden sei, habe ihn fassungslos gemacht, schrieb Jauch in einem Beitrag für die „Bild“-Zeitung.

          Von der Diskussion in seiner Sendung bleibe nun nur hängen, dass Di Lorenzo ein krimineller Wahlfälscher sei. „Das ist für mich so absurd, dazu noch gemein und im Namen angeblicher „political correctness“ einfach nur daneben.“

          Lorenzo: „Mir tut das aufrichtig leid“

          Di Lorenzo hatte in Jauchs Sendung am Sonntag freimütig berichtet, dass er bei der Europawahl zweimal gewählt hat - einmal als italienischer Staatsbürger im Konsulat des Landes in Hamburg, und ein zweites Mal als Bundesbürger in einer Grundschule der Hansestadt. Doppelstaatler dürfen nach dem Europawahlgesetz aber nur in einem EU-Land wählen.

          Der „Zeit“-Chefredakteur beteuerte hinterher, das habe er nicht gewusst. Er habe die amtlichen Aufforderungen erhalten, als deutscher und auch als italienischer Staatsbürger zu wählen. Dieser Aufforderung sei er nachgekommen. „Mir tut das aufrichtig leid“, so di Lorenzo.

          Staatsanwaltschaft ermittelt

          Dabei hatte die Online-Ausgabe der „Zeit“ drei Tage vor der Wahl in einem Artikel darüber berichtet, dass es eine „Lücke im System“ gebe. Es sei nicht auszuschließen, hieß es dort, dass Doppelstaatler zweimal ihre Stimme abgeben.

          Die Staatsanwaltschaft Hamburg ermittelt inzwischen wegen des Verdachts der Wahlfälschung gegen di Lorenzo. Anzeige erstattet hatte der Landesverband Sachsen der Alternative für Deutschland.

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