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Erste Prognosen bei EU-Wahl : Sozialdemokraten liegen in Niederlanden vorne

  • Aktualisiert am

Mitglieder der niederländischen Sozialdemokraten feiern die Prognose für den Wahlsieg ihrer Partei. Bild: AFP

Laut Nachwahlbefragung holt Timmermans Arbeiterpartei mehr Sitze als die regierende VVD und die rechtspopulistische FvD. Die Prognosen aus den Niederlanden gelten als erster Gradmesser für den Erfolg der Rechtspopulisten bei der EU-Wahl.

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          Die Sozialdemokraten haben ersten Prognosen zufolge überraschend die Europawahl in den Niederlanden gewonnen. Wie der Fernsehsender NOS am Donnerstagabend unter Berufung auf Nachwahlbefragungen des Instituts Ipsos berichtete, gehen voraussichtlich fünf der 26 niederländischen Sitze im Europaparlament an die PvdA des sozialdemokratischen Spitzenkandidaten Frans Timmermans, der mit dem CSU-Politiker Manfred Weber um die Nachfolge von EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker konkurriert. Die liberale VVD von Ministerpräsident Mark Rutte kann demnach mit vier und die rechtspopulistische Partei Forum für Demokratie (FvD) mit drei Sitzen rechnen.

          In den Umfragen vor der Wahl hatte die FvD von Thierry Baudet, die erst vor zwei Jahren gegründet wurde, noch in Führung gelegen. Die Meinungsforscher hatten ihr fünf Sitze im Europaparlament vorausgesagt – und damit genauso viele oder sogar noch mehr als Ruttes Liberalen. Die PvdA hatte nach mehreren schweren Wahlniederlagen zuletzt keine wichtige Rolle mehr gespielt.

          Die Europawahl hatte am Donnerstag mit den Abstimmungen in Großbritannien und den Niederlanden begonnen. In beiden Ländern wurden – wie in anderen EU-Staaten – deutliche Zuwächse für die Rechtspopulisten und EU-Gegner erwartet. Die Niederlande, wo zuerst Prognosen veröffentlicht wurden, galten dabei als erster Gradmesser für den Erfolg der Rechtspopulisten. Offizielle Wahlergebnisse dürfen erst nach Ende der viertägigen Europawahl in allen 28 Mitgliedstaaten am Sonntagabend veröffentlicht werden.

          In den 28 Mitgliedstaaten sind insgesamt 427 Millionen Bürger aufgerufen, die 751 Abgeordneten des Europaparlaments zu bestimmen. Auf Großbritannien und die Niederlande folgen am Freitag die Abstimmungen in Tschechien und Irland und am Samstag in Lettland, Malta und der Slowakei. In Deutschland wird wie in den meisten EU-Ländern erst am Sonntag gewählt.

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