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Umfrage zur Europawahl : Jeder Zweite kennt keinen der Spitzenkandidaten

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Die Spitzenkandidatin der SPD für die Europawahl, Katarina Barley Bild: EPA

Der CSU-Politiker Manfred Weber ist nicht nur Spitzenkandidat der Union für die Europawahl, sondern tritt auch europaweit an der Spitze der EVP-Fraktion an. Doch nur jeder vierte Deutsche kennt ihn. Bekannter ist die SPD-Kandidatin – und ein AfD-Politiker.

          Einen Monat vor der Europawahl sind die von den deutschen Parteien aufgestellten Spitzenkandidaten noch weitgehend unbekannt. In einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov im Auftrag der Deutschen Presse-Agentur gaben 45 Prozent an, keinen der neun Spitzenkandidaten der im Bundestag vertretenen Parteien zu kennen. Mit 39 Prozent hat die von der SPD ins Rennen geschickte Justizministerin Katharina Barley noch den höchsten Bekanntheitsgrad, knapp vor dem AfD-Parteivorsitzenden Jörg Meuthen mit 35 Prozent.

          Überraschendstes Ergebnis: Den Unions-Spitzenkandidaten Manfred Weber (CSU), der Präsident der EU-Kommission werden will, kennt nur jeder Vierte (26 Prozent). Auf denselben Wert kommt FDP-Generalsekretärin Nicola Beer. Weit abgeschlagen liegen die Spitzenkandidaten der Grünen, Ska Keller (7 Prozent) und Sven Giegold (6 Prozent), sowie die der Linken, Özlem Alev Demirel (15 Prozent) und Martin Schirdewan (4 Prozent).

          Den letzten Platz auf der Bekanntheitsskala teilt sich Schirdewan mit Udo Bullmann, dem zweite Spitzenkandidaten der SPD, der ebenfalls nur auf 4 Prozent kommt. Selbst von den SPD-Anhängern kennt nur jeder Zwanzigste (5 Prozent) den hessischen Politiker, der seit 20 Jahren im Europaparlament sitzt.

          Nur einer der neun Spitzenkandidaten kommt zumindest bei den Wählern der eigenen Partei auf einen Bekanntheitsgrad von mehr als 50 Prozent: Jörg Meuthen von der AfD mit 54 Prozent. In Deutschland werden die Abgeordneten des Europaparlaments am 26. Mai gewählt.

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